Liberta

Der Preis

Liberta-Preisverleihung 2010Liberta-Preisverleihung 2010Mit dem Bürgerinnenpreis würdigt die FDP Frauen, die eine außergewöhnliche Leistung mit Vorbildcharakter für die Bürgergesellschaft erbringen. Er wird an selbst bestimmt und authentisch lebende Frauen verliehen. Initiatorin des Bürgerinnenpreises ist die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Cornelia Pieper. Sie leitet auch die Arbeitsgruppe Frauen der FDP.

Der Preis ist bewusst konzipiert als ein Gegenentwurf zu den verschiedenen Rollenmodellen, in die das Leben von Frauen auch heute noch eingepasst werden soll. Mit dem Bürgerinnenpreis Liberta wird die Freiheit von vorgefertigten Rollen und Erwartungen honoriert. Mit ihm werden Frauen geehrt, die so frei waren, ihren eigenen Weg zu gehen.

Der ungewöhnliche Name „Liberta“ beinhaltet diesen Gedanken. Damit werden die Grundwerte Freiheit (engl. liberty) und Individualität in einem programmatischen Eigennamen assoziiert.

Preisverleihung der Liberta 2011Preisverleihung der Liberta 2011

Die Ehrung wird verbunden mit einer Skulptur, die die Künstlerin Steff Bauer gestaltet hat. Vorgeschlagen werden können für diesen Preis Frauen, die ihren eigenen Weg gegangen sind und Erfolg für ihr eigenes Leben definiert haben – sei es in der Familie, im Beruf oder im Engagement für die Gemeinschaft. Die Vorschläge werden einer überparteilich zusammen gesetzten Jury eingereicht und von ihr geprüft. Vorschlagsberechtigt sind nicht nur Mitglieder der FDP, sondern auch jede Frau und jeder Mann aus der Bevölkerung.

 

Brauchen wir wirklich noch einen Preis für Frauen?

Ja!

Neben den Auszeichnungen für die:

  • Beste Unternehmerin,
  • wichtigste Frau,
  • die beste Mutter,
  • die fähigste Forscherin,
  • das selbstloseste Ehrenamt,
  • die prominenteste Politikerin,
  • nicht zu vergessen, die schönste Frau des Landes...

ist es an der Zeit, die Situation der Frau aus einer neutralen Position heraus, zu betrachten – und zu würdigen.

Die einen propagieren, dass eine Frau und Mutter ins Hause gehört, die anderen erwarten Spitzenleistungen im Beruf, andere sehen die Erfolge der Frauen in erster Linie im ehrenamtlichen Engagement.

Die liberale Grundhaltung besagt, dass jeder Mensch die Freiheit haben soll, das eigene Leben nach individuellen Vorstellungen zu gestalten. Niemand kann dem einzelnen sagen oder gar vorschreiben, wie er sein Leben zu leben hat – solange es nicht zu Lasten der Gemeinschaft geht.

Insofern ist es nur konsequent, die Leistungen der Frauen, die ihren Lebensweg eigenverantwortlich gestalten, einmal in den Mittelpunkt zu stellen. Frei von irgendwelchen Ideologien, möchten wir darauf hinweisen, dass es eine Vielzahl von Frauen gibt, die nicht in eine bestimmte Schublade passen und auch nicht in irgendwelche Erwartungshaltungen gedrängt werden möchten und sich gleichzeitig um die Gemeinschaft verdient machen.

Und weshalb, Ein BürgerINNEN und kein Bürgerpreis?

Bei aller Annäherung der Geschlechter, bei allen Erfolgen, die die Emanzipation gebracht hat, bei aller Bereitschaft der Männer, sich den neuen Herausforderungen zu stellen, gibt es immer noch einen gravierenden Unterschied. Die traditionell begründeten Vorurteile bzw. Erwartungen gegenüber Frauen sind z.B.

Eine kinderlose (egal aus welchen Gründen), berufstätige Frau ist egoistisch und karrieresüchtig.
Eine kinderlose Hausfrau, ist faul (unabhängig von ihrem Engagement für die Gemeinschaft, Kunst, Kultur…) oder, hält ihrem Mann den Rücken frei (!)
Eine berufstätige Mutter ist eine Rabenmutter, Karrieresüchtig oder Perfektionistin.

Auch wenn es uns nicht gefällt und unabhängig davon, ob es tatsächlich solche Frauen gibt, muss eine Frau sich fast immer rechtfertigen für den Weg, den sie gewählt hat.

Es ist eine grundlegende Herausforderung der Frauen, sich zwischen diesen Vorurteilen und den unterschiedlichen Erwartungshaltungen der Umgebung (Männern und Frauen) einen eigenen Lebensentwurf zu finden - und dazu zu stehen.

Die Frauen, die das geschafft haben, egal in welchem Bereich, verdienen unseren Respekt und unsere Anerkennung.

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