[Link überblendet Fenster mit einem modalen Dialogfeld]Die Zahl der Kinder, die von Hartz IV leben, ist in den vergangenen Jahren gesunken. Von September 2006 bis September 2011 ist die Zahl der Betroffenen unter 15 Jahren bundesweit um 13,5 Prozent zurückgegangen. Für die Liberalen ist das Beleg dafür, dass die Politik der christlich-liberalen Koalition, wonach eine auf wirtschaftliches Wachstum hin orientierte Politik die wirksamste Maßnahme zur Bekämpfung von Armut ist, sichtbare Erfolge zeigt.
"Die sichtbaren Erfolge ermutigen uns, bei der Bekämpfung von Armut und Kinderarmut nicht nachzulassen", erklärten der Obmann der FDP-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Arbeit und Soziales Pascal Kober und die frauenpolitische Sprecherin Nicole Bracht-Bendt.
Kinderarmut geht zurück
Die derzeit niedrige Arbeitslosenquote wirkt sich entsprechend auf die Zahl der Hartz-IV-Empfänger aus. Wer in Lohn und Brot steht, benötigt keine staatliche Unterstützung und dessen Kinder leben nicht mehr in Armut. Einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit zur Folge, sinkt die Zahl der in Armut lebenden Kinder in Deutschland. Zwischen September 2006 und September 2011 fiel der Zahl der armen Minderjährigen von 1,9 Millionen auf 1,64 Millionen. Insbesondere im vergangenen Jahr verbesserte sich die Situation für 84.000 der unter 15-Jährigen.
Doch Experten mahnen vor zu viel Optimismus, denn die noch immer hohe Zahl an bedürftigen Kindern und Jugendlichen ist ein großes sozialpolitisches Problem. Die, die sich allein nicht aus ihrer schier auswegslosen Situation befreien können, benötigen nach wie vor Zuwendungen.
Gute wirtschaftliche Lage hilft auch ärmeren Familien
"Welt": Deutscher Aufschwung verdängt Armut"
Bildungspakt und Grundsicherung
Wachstum reduziert Schwarzarbeit
Politik und Wirtschaft sind gefordert
Für die Liberalen bedeutet das: "Die Umsetzung des Bildungspaketes muss nun zügig voranschreiten." Es sei nicht länger hinnehmbar, dass einzelne Kommunen dabei hinterherhinken, so Kober und Bracht-Bendt. Sie führen aus: "Wenn Kommunen eine Inanspruchnahme des Bildungspaketes von über 80 Prozent vermelden können, sollte es auch anderen möglich sein." Armut dürfe sich nicht vererben und Bildungschancen dürften nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.
Die neuesten Daten belegen aber auch, dass Alleinerziehende noch mehr Unterstützung brauchen als bisher. Hier sind die Kommunen gefordert, die vereinbarten Kinderbetreuungsplätze schnellstens bereitzustellen.
Aber nicht nur die Politik ist gefordert. Auch die Wirtschaft muss zum Beispiel mit flexiblen Arbeitszeitmodellen auf die Bedürfnisse alleinerziehender Eltern eingehen und damit einen nachhaltigen Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten. Auch könnten betriebliche Kindergärten die Vereinbarung von Kindern und Beruf deutlich verbessern.