Die GroKo verpennt erneut die digitale Bildung

Digitalisierung der Bildung
02.07.2018

Das Digitalkabinett der Bundesregierung soll unter Teilnahme aller Ministerinnen und Minister bis zum Jahresende eine Strategie für Digitalvorhaben entwickeln. FDP-Generalsekretärin Nicola Beer fragt sich, wie bei dem herrschenden Wirrwarr der Zuständigkeiten eine kohärente Strategie herauskommen solle. Zudem würde das Thema digitale Bildung weiterhin vernachlässigt: "Der Zugang zu digitaler Bildung bleibt noch immer eine regelrechte Glückssache", so Beer. Es müssten endlich bundesweit verbindliche Standards für die technische Ausstattung, für digitale Lern- und Lehrmaterialien sowie für die Modernisierung der Lehrkräfteaus- und -fortbildung geschaffen und umgesetzt werden.

Während sich die Möglichkeiten der Technik rasant weiterentwickelt haben, wird in unseren Schulen vielfach noch auf analogem Niveau gelehrt und gelernt. Die diesjährige Bildungsmesse Didacta in Hannover hat aber gezeigt, wie moderner Unterricht aussehen kann und welche Materialien und Methoden es bereits gibt. "Die Zeiten, in denen unter digitaler Bildung ein Schulbuch im PDF-Format verstanden wurde, sind endlich vorbei. Doch noch immer hängt es zu stark vom Engagement einzelner Schulen, ja sogar einzelner Lehrer ab, ob unsere Kinder in den Genuss einer zeitgemäßen Bildung kommen", so Beer.

Es ist nun die Aufgabe der Kommunen und Länder für die nötigen Rahmenbedingungen zu sorgen, damit die digitale Bildung in unserem Land nicht weiter verschlafen wird. Die Freien Demokraten wissen, digitale Bildung ist Garant für Selbstbestimmung und sozialen Aufstieg des Einzelnen aus eigener Kraft ebenso wie für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unserer Gesellschaft. "Diese Chancen dürfen nicht verspielt werden, nur weil eine zerstrittene GroKo nicht zum Regieren kommt, statt endlich gemeinsam mit Ländern und Kommunen zu handeln", sagt Beer.

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