Mit Bildung und Einwanderungsgesetz gegen Fachkräftemangel

Auszubildender an Werkbank
17.07.2018

Der demographische Wandel bedingt den Fachkräftemangel. Er bedroht unseren Wohlstand. Digitalisierung und Automatisierung verändern zudem die Produktionsprozesse in den Unternehmen. Altgediente Berufsprofile fallen weg, neue kommen hinzu. "Wir müssen, erstens, dringend in Bildung investieren, um die Fachkräfte ausreichend zu qualifizieren. Zweitens braucht es endlich ein Einwanderungsrecht mit Punktesystem. Dann können wir diejenigen Fachkräfte anwerben, deren Qualifikationen tatsächlich gebraucht werden", empfiehlt FDP-Generalsekretärin Nicola Beer.

Sowohl das deutsche Bildungssystem als auch die Regeln, nach welchen nach Deutschland eingewandert werden darf, müssen sich endlich der heutigen Zeit und den aktuellen Bedarfen anpassen. Nach wie vor sind in Deutschland viele Ausbildungsstellen unbesetzt. "Deswegen arbeiten wir Freie Demokraten an einem Bildungssystem, das individuell fördert und fordert, damit jeder aus seinem Potenzial das beste herausholen kann. Das ist die Grundvoraussetzung für einen sozialen Aufstieg aus eigener Kraft“, sagt Beer. Durch adaptive Lernprogramme könnten Schüler individuell gefördert werden und früh feststellen, wo ihre Neigungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten liegen.

Die Frage der Einwanderung nach Deutschland sei eine Frage der Wirtschaftsmigration und nicht des Asylrechts. "Ich bin fest davon überzeugt, dass ein Einwanderungsgesetz geholfen hätte, die Asylkrise zu verhindern. Damit hätten wir faire und transparente Regeln, die den Leuten sagen: Wenn du das und das an Qualifikationen mitbringst, dann hast du eine reelle Chance, legal einzuwandern, einen Job zu finden, in Deutschland etwas aufzubauen", so Beer. Das derzeitige System in Deutschland sei ungeordnet.

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