FDP Saar stellt Weichen für Landtagswahl

Die FDP Saar hat sich für die Landtagswahl aufgestellt: Jorgo Chatzimarkakis und Angelika Hießerich-Peter führen die Landesliste an. Ihr Anspruch: zurück in die politische Verantwortung und „Machen! Machen, was richtig ist!"

 Jorgo Chatzimarkakis und Angelika Hießerich-Peter
Jorgo Chatzimarkakis und Angelika Hießerich-Peter. © Jorgo Chatzimarkakis und Angelika Hießerich-Peter

Im April 2027 wird im Saarland ein neuer Landtag gewählt. Mit einem prominenten Spitzenduo zieht die saarländische FDP in den Wahlkampf: Bei der Landesvertreterversammlung im Sportcampus der Universität wählten die Delegierten am vergangenen Samstag Jorgo Chatzimarkakis auf Listenplatz 1 und Landeschefin Angelika Hießerich-Peter auf Listenplatz 2.

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Inhalt ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

Lebendiger Wettbewerb um Listenplatz 1

Dass die Freien Demokraten mit Energie und demokratischer Leidenschaft in diesen Wahlkampf starten, zeigte sich schon bei der Listenaufstellung. Aus der Wahl um Listenplatz 1 wurde ein lebendiger Wettbewerb: Ralf Armbruster aus Blieskastel trat überraschend gegen Chatzimarkakis an. Der Blieskasteler Unternehmer und FDP-Ortsvorsitzende machte deutlich, dass es ihm nicht um persönliche Karriere gehe, sondern um ein demokratisches Signal an die Delegierten: „Jetzt habt ihr die Wahl“. Im ersten Wahlgang lag Armbruster mit einer Stimme vor Chatzimarkakis. Im zweiten Wahlgang entschieden sich die Delegierten dann für den früheren Europaabgeordneten als Spitzenkandidaten. Chatzimarkakis erhielt 45 der 83 abgegebenen Stimmen und damit 54,2 Prozent. Armbruster wurde anschließend auf Listenplatz 3 gewählt.

Auf Platz 4 folgt Julian Brenner, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen. Platz 5 ging an Patrick Leo, stellvertretender Kreisvorsitzender Saarbrücken-Stadt. Die Plätze 6 bis 10 belegen Klaus Kieser, Roland König, Hennig Michel, Jan Reiter und Willi Zimmerling.

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Inhalt ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

Wirtschaftskompetenz fürs Saarland

Das Spitzenduo machte deutlich: Dieser Wahlkampf soll kein Anlauf für die Zuschauerbank werden. Die Freien Demokraten wollen zurück in die politische Verantwortung. Denn aus ihrer Sicht kann sich das Saarland ein politisches Weiter-so nicht leisten.

Wie dringend der Kurswechsel ist, machte Chatzimarkakis mit Blick auf die wirtschaftliche Lage deutlich. Die FDP werde in der politischen Mitte gebraucht, gerade jetzt, da die Ränder von links und rechts die industrielle Basis des Saarlandes aufs Spiel setzten. Auch Rot-Rot-Grün bedeute aus seiner Sicht das wirtschaftliche Aus für das Saarland. „Unsere Wirtschaft schmiert grad ab. Das Saarland ist Schlusslicht in Deutschland. Das kann so nicht bleiben“, so Chatzimarkakis. Seine Antwort: mehr Wirtschaftskompetenz, weniger Regeln, weniger Barrieren und mehr Freiheit für alle, die etwas leisten wollen.

Aufbruch mit zehn Schätzen

Inhaltlich setzten Chatzimarkakis und Hießerich-Peter auf Aufbruch. Mit einer symbolischen „Schatzkiste“ präsentierten sie zehn politische „Schätze“ für das Saarland: bessere Bildung, insbesondere Sprachbildung vom Kindergarten bis zur Berufsschule, Künstliche Intelligenz, Mittelstand, Industriepolitik, Bürokratieabbau und digitale Souveränität.

Die Botschaft des Spitzenduos: Das Saarland braucht wieder eine Politik, die nicht bremst, sondern möglich macht. Chatzimarkakis brachte den liberalen Anspruch am Ende auf die Formel: „Machen! Machen was richtig ist!“