Steigende EEG-Umlage ist erneuter Beweis für halbherzige Energiereform

Hermann Otto Solms
Hermann Otto Solms will die EEG-Umlage abschaffen
08.08.2016

Der nächste Anstieg der EEG-Umlage als Teil der Stromrechnung für Verbraucher steht ins Haus - und er geht hauptsächlich auf das Konto sinkender Preise an der Strombörse:  Energieversorger können Strom zwar billiger einkaufen, aber Betreiber von Ökostrom-Anlagen bekommen eine feste Vergütung. Und die zahlen die Stromkunden. Für FDP-Energieexperte Hermann Otto Solms ist das ein "erneuter Beweis, dass die Energiereform der Bundesregierung halbherzig ist und auf halber Strecke stecken bleibt."

"Wie von der FDP schon seit langem vorausgesagt, wird die EEG-Umlage weiter ansteigen. Statt die sinkenden Rohölpreise an die Verbraucher weiterzugeben, werden diese noch schärfer zur Kasse gebeten", sieht er sich bestätigt.

Preisfindung muss wieder auf dem Markt stattfinden

Die FDP bleibe bei ihrem Vorschlag, die EEG-Umlage abzuschaffen: "Sie hat sich zu einem gefährlichen Risiko für Investitionen und Arbeitsplätze in Deutschland entwickelt." Die Preisfindung müsse endlich wieder auf dem Markt stattfinden. Dann könnten die Umlagekosten, die schon heute pro Jahr bei rund 24 Milliarden Euro liegen, entfallen und damit auch die Belastung der privaten wie gewerblichen Haushalte wieder gesenkt werden, ist er überzeugt.

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