InnovationLabBerlin #2: Digitale Innovationen im Gesundheitswesen

Admir Kulin beim InnovationLabBerlin #2
14.06.2018

Woran forscht die Welt? Was sind die Technologien der Zukunft? Wie kann die Politik mehr Chancen für alle ermöglichen? Um diese und weitere Fragen zu diskutieren, haben wir mit dem InnovationLabBerlin eine Dialogplattform für Politik, Digital- und Kreativwirtschaft sowie Wissenschaft ins Leben gerufen. Im Rahmen des InnovationLabBerlin #2 haben wir uns mit der Zukunft der Gesundheitsversorgung beschäftigt. Mit unseren beiden Referenten haben wir darüber gesprochen, welche Weichen die Politik beim Thema Connected Health stellen muss. 

Philipp Butzbach (Stellv. Vorsitzender der Fokusgruppe Connected Health des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft) hat uns einen interessanten Einblick in die politische Dimension von Connected Health gegeben. Entscheidend seien vor allem mehr „Freiräume“ und eine „Teenager-Einstellung“, also den Mut, neues auszuprobieren. Zentrale Baustelle für ihn sei außerdem die Vernetzung der verschiedenen Akteure im Gesundheitsbereich.

Mit Admir Kulin (CEO, m.Doc GmbH) haben wir über digitale Innovationen im Gesundheitswesen gesprochen. Das Startup m.Doc hat eine Plattform entwickelt, die die Kommunikation per Video oder Messaging ermöglicht und Daten von medizinischen Geräten, Wearables und Apps einbindet. Aus Kulins Sicht hängt Deutschland beim Thema Connected Health 20 Jahre hinterher. Das liege u. a. an der „Vielzahl an Silos“ im deutschen Gesundheitswesen. Dabei biete die Digitalisierung in diesem Feld gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel große Chancen. Ein zentraler Faktor sei zudem bessere Finanzierungsmöglichkeiten für digitale Anwendungen. Auch die Chancen von Big Data sollten stärker für Digital Health Anwendungen genutzt werden können. Der Patient müsse dabei aber Herr seiner Daten bleiben. Kulin forderte insgesamt mehr Mut und Bereitschaft zu Veränderung. Prozesse sollten vor allem aus Sicht des Kunden gedacht werden. Nur so könne es gelingen, dass der Patient tatsächlich im Mittelpunkt steht. 

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