Cannabis-Modellprojekte ermöglichen

Cannabis
Die Freien Demokraten fordern daher bereits seit längerem, den kontrollierten Verkauf von Cannabis zuzulassen
21.02.2018

Der Bundestag beschäftigt sich am Donnerstag mit der Legalisierung von Cannabis. Grüne, FDP und Linke sind sich einig, dass der Konsum von Marihuana und Haschisch hierzulande entkriminalisiert gehört. Sie präsentieren dazu aber unterschiedliche Rezepte. Die FDP spricht sich in ihrem Antrag dafür aus, Modellprojekte für den freien Cannabis-Konsum zu ermöglichen. Der Kampf gegen den Cannabis-Konsum durch Repression sei gescheitert. Es sei deshalb an der Zeit, neue Wege in der Suchtprävention zu beschreiten, argumentiert die Fraktion. "Die Vorteile der Einstufung als Genussmittel, nicht wie bisher nur als Medizin, liegen klar auf der Hand", meint der FDP-Politiker Hagen Reinhold.

"Es wäre deutlich leichter sicherzustellen, dass minderjährige Personen keinen Zugang zu den Cannabis-Produkten bekommen und der Jungendschutz würde sich verbessern", wirbt Reinhold für den Antrag seiner Fraktion. Die Qualität wäre kontrollierbarer und durch eine Besteuerung der Produkte würden erhebliche Einnahmen erzielt. Gelder die aus der kontrollierten Abgabe eingenommen werden, könnten direkt in die Suchtprävention und Aufklärung fließen. Gleichzeitig würde es für notwendige Entlastung der Sicherheitsbehörden sorgen, die dringend benötigte Ressourcen für schwere Straftaten freigeben könnten, zählt er weitere Vorteile auf. Dem FDP-Landesschatzmeister in Mecklenburg-Vorpommern schwebt sein Bundesland als Modellregion dafür vor: "Um die unterschiedlichen Auswirkungen auf den ländlichen und städtischen Raum untersuchen zu können, setzen wir uns in Mecklenburg-Vorpommern im ländlichen Raum für eine Modellregion zur kontrollierten Freigabe von Cannabis ein. Mecklenburg-Vorpommern würde sich auf Grund seiner sehr ländlich geprägten Regionen ohne große urbane Zentren als Modellregion anbieten."

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