70 Jahre Freie Demokraten:
Neues Denken seit 1948

 70 Jahre Freie Demokraten: Neues Denken seit 1948.
  • Seit 70 Jahren stehen wir Freie Demokraten für neues Denken. Wir entwickeln neue Ideen, und prägen die Geschicke unseres Landes. Auf viele Ideen sind wir heute noch stolz.
  • Heuss war an der Formulierung des Grundgesetzes maßgeblich beteiligt. Scheel modernisierte die Entwicklungshilfepolitik. Genscher war herausragender Außenminister und einer der großen Architekten der Europäischen Union. Graf Lambsdorff rang wie kaum ein anderer in der Weltwirtschaft für offene Märkte. Und Westerwelle kämpfte für ein weltoffenes, liberales Deutschland, das in der internationalen Gemeinschaft fest verankert ist.
  • Viele Ideen haben wir im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Denn wir wissen: Auch die neueste Idee wird irgendwann alt.

Wir sind seit 70 Jahren auf der Suche nach dem Besseren. Denn wir wissen: Auch die neuste Idee wird irgendwann alt. Was aber niemals alt wird, ist neues Denken.

- Christian Lindner

Im südhessischen Heppenheim wird am 11. und 12. Dezember 1948 die Freie Demokratische Partei gegründet. Dreizehn liberale Landesverbände der drei westlichen Besatzungszonen treffen sich im Kurmainzer Amtshof, um die FDP als gesamtdeutsche Partei zu gründen. In Heppenheim hatten sich schon 1847 Liberale - auf dem Höhepunkt des "deutschen Vormärz" - versammelt, um sich stark zu machen für die nationale Einheit, sowie für Bürgerrechte, Pressefreiheit, Befreiung von Frondiensten und die Trennung von Justiz und Verwaltung.

Theodor Heuss wird der erste Bundesvorsitzende der Freien Demokratischen Partei. In den folgenden 70 Jahren stehen die Freien Demokraten 45 Jahre lang in Regierungsverantwortung und stellen mit Theodor Heuss und Walter Scheel zwei Bundespräsidenten. Bis zum Jahr 2013 ist die Partei in jedem Deutschen Bundestag vertreten.
 

Zentral in der liberalen Zeitgeschichte ist Neues Denken. Prägend wirken Freie Demokraten unter anderem an folgenden Entwicklungen mit:

Grundgesetz und Bundesrepublik Deutschland

Der FDP-Politiker Theodor Heuss ist nicht nur maßgeblich an der Gründung der Freien Demokratischen Partei 1948 beteiligt, ihr erster Bundesvorsitzender und 1949 der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Er zählt auch zu den Vätern des Deutschen Grundgesetzes. Auf seinen Vorschlag geht beispielsweise die Bezeichnung für den neuen Staat als „Bundesrepublik Deutschland” zurück.

Deutsches Wirtschaftswunder

Auf Vorschlag der Freien Demokraten wird 1948 der parteilose Professor Ludwig Erhard zum Wirtschaftsdirektor der britisch-amerikanischen Bi-Zone. Drei Monate später hebt Erhard im Alleingang Zwangsbewirtschaftung und Preisbindung auf, und stellt so die ersten Weichen für das später einsetzende Wirtschaftswunder.

Moderne Entwicklungshilfe

Mit dem FDP-Politiker Walter Scheel gibt es erstmals ein Ministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit. Die Entwicklungshilfepolitik erlangt eine neue Bedeutung: Nach Scheels Vorstellungen soll Entwicklungshilfe "keine Scheckbuchentwicklungshilfe" sein, sondern vor allem den Wissensaustausch und die wirtschaftliche Zusammenarbeit fördern. Unter dem späteren Bundespräsidenten wurden die politischen Stiftungen mit der Auslandsberatung betreut und die DEG als Vorgänger der heutigen GIZ gegründet. 

Faktisch erster Umweltminister

Als Innenminister führt Hans-Dietrich Genscher 1971 die verschiedenen kleineren, mit Umweltfragen befassten Arbeitseinheiten zusammen und sorgt für gesellschaftliches Umdenken: "Umweltfreundlichkeit muss zu einem selbstverständlichen Maßstab für unser aller Handeln werden, sei es im Staat, sei es in der Wirtschaft, sei es im Konsumverhalten des Bürgers", so Genscher. Damit wird Genscher faktisch der erste Umweltminister der Bundesrepublik.

Bürgerrecht auf Bildung

In seiner epochalen Streitschrift "Bildung ist Bürgerrecht" entwickelt Ralf Dahrendorf, liberaler Vordenker und späterer Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung, schon 1965 die Vision einer Bildungsgesellschaft: eines freien und modernen Landes, in dem Menschen beste Bildung erhalten und sich wirksam am Gemeinwesen beteiligen. Für mehr Chancengerechtigkeit setzt sich auch die spätere Bildungs-Staatssekretärin Hildegard Hamm-Brücher ein. Sie sorgt u. a. mit dafür, was heute selbstverständlich ist: dass vierzig bis fünfzig Prozent eines Abiturjahrgangs - unabhängig vom Geschlecht - an eine Hochschule wechseln.

Sozialliberale Gesellschaftspolitik für mehr Teilhabe

Am 27. Oktober 1971 wurde das wohl berühmteste Grundsatzprogramm der Freien Demokraten, die "Freiburger Thesen" beschlossen. Sie sind ein Plädoyer für eine sozialliberale Politik, die das Recht jeder Einzelnen und jedes Einzelnen auf Teilhabe an Staat und Gesellschaft ins Zentrum stellen.

Soziale Marktwirtschaft als faires Wirtschaftssystem

Der Staat als Garant für Regeln, die einen fairen Wettbewerb ermöglichen: So verstehen Freie Demokraten die Aufgabe des Staates. Unter anderem Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff setzt sich für die Entwicklung einer solchen liberalen Wirtschaftspolitik ein. Nach seiner Überzeugung ist die Soziale Marktwirtschaft das einzige Wirtschaftssystem, das es einer freien und demokratischen Gesellschaft erlaubt, dauerhaft zu Wachstum und Wohlstand zu kommen. 

Von der Neuen Ostpolitik bis zur Wiedervereinigung Deutschlands

Ohne die FDP gäbe es womöglich immer noch zwei deutsche Staaten. Als „ewiger Außenminister“ prägt Hans-Dietrich Genscher von 1974 bis 1992 u. a. die Abrüstung, die Entspannungspolitik und den Ost-West-Dialog mit der UDSSR. Diese Bemühungen münden schließlich im Fall der Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands. In Erinnerung geblieben ist er vielen für den berühmtesten Halbsatz in der Geschichte der Bundesrepublik, den er 1989 vom Balkon der Prager Botschaft sprach: „Liebe Landsleute, wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute ihre Ausreise ...“ – der Rest ging im tosenden Jubel der Menschen unter.

Europa ist Werte- und Kulturgemeinschaft

"Europa steht für mehr als Zinsspreads und Rettungsschirme. Europa hat seinen Preis. Es hat aber vor allem seinen Wert." Nicht nur als Außenminister engagierte sich der langjährige FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle leidenschaftlich für die europäische Idee: Europa sei deutlich mehr als Binnenmarkt und Währungsunion, nämlich vor allem auch eine Werte- und Kulturgemeinschaft, so Westerwelle. 

Partei der Grundrechte und des Rechtsstaats

Die Wahrung der Grundrechte und der Demokratie ist für die FDP ein Stück ihrer DNA. Sie setzt sich ein für einen Staat, der an sich selbst höchste Maßstäbe setzt: Ziel ist ein Staat, der handlungsfähig und durchsetzungsstark ist, aber die Bürgerrechte achtet. Zuletzt 2018 legen Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Gerhart Baum und die FDP-Bundestagsfraktion deshalb Verfassungsbeschwerde gegen die Online-Durchsuchung per Staatstrojaner ein.

Digitalisierung als Chance

Wir Freie Demokraten verstehen die Digitalisierung als Querschnittsaufgabe, da sie nahezu alle Bereiche des menschlichen Lebens betrifft. Vor allem aber begreift die FDP die Digitalisierung als Chance und Aufgabe: Damit die Menschen die Potentiale der Digitalisierung nutzen können, muss die Politik gezielt Zukunftsimpulse setzen. Deshalb setzen wir uns u.a. ein für den flächendeckenden Ausbau der digitalen Infrastruktur, bessere rechtliche Rahmenbedingungen für die digitale Ökonomie und flexiblere Arbeitszeitmodelle.

Investieren Sie in die Zukunft.

  • Sm@rtFarming: Für eine innovative Landwirtschaft in Deutschland

    • Für eine zukunftsfähige Gigabit-Infrastruktur, die den ländlichen Raum voranbringt.
    • Auch auf dem Acker muss die beste Mobilfunkversorgung Standard sein.
    • Wir wollen die unternehmerische Landwirtschaft – gleich ob konventionell oder ökologisch – stärken und Innovationen fördern.
  • Klimaschutz: Global statt national handeln

    • Die 24. UN-Klimakonferenz muss eine international abgestimmte und effiziente Klimapolitik hervorbringen.
    • Klimaschutz ist eine Menschheitsaufgabe. Deshalb müssen wir global handeln - ohne Denkverbote.
    • Wir Freie Demokraten sind überzeugt: Durch innovative Technologien und marktwirtschaftlichen Elemente können Klima und Umwelt intelligent geschützt werden.
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