Svenja Hahn führt Europas Liberale
Die stellvertretende FDP-Vorsitzende Svenja Hahn wurde als ALDE-Vorsitzende wiedergewählt. Beim 50. Jubiläumskongress in Wien warb sie für ein Europa, das Wandel wieder anführt: „Ich glaube, Europa kann die stärkste demokratische Macht auf dem Planeten werden.“
Svenja Hahn bleibt eine der prägenden liberalen Stimmen Europas. Beim Kongress der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE Party) am vergangenen Wochenende wurde die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende und Europaabgeordnete erneut zur Vorsitzenden gewählt. Hahn führt die europäische liberale Parteienfamilie bereits seit 2024. Ihre Wiederwahl ist ein starkes Vertrauenssignal und eine klare Anerkennung ihrer erfolgreichen Arbeit. Die Freien Demokraten gratulieren herzlich zu diesem Erfolg.
Europas Liberale feiern 50 Jahre Aufbruch
Die Wahl stand im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Die ALDE Party feierte ihr 50-jähriges Bestehen. Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 60 nationalen liberalen Parteien aus verschiedenen europäischen Ländern kamen dafür in der Wiener Hofburg zusammen. Hahns Botschaft war klar: „Wo immer Liberale führen, werden Dinge einfach erledigt!“
Für Hahn ist das Jubiläum der ALDE Party nicht nur ein Rückblick auf 50 Jahre erfolgreiche europäische Zusammenarbeit und Wohlstand, sondern ein Auftrag für das nächste Kapitel. Europa werde zu oft als Kontinent im Niedergang beschrieben, sagte Hahn. Diese Erzählung wolle sie nicht akzeptieren: „Ich glaube, Europa kann die stärkste demokratische Macht auf dem Planeten werden.“
Europa muss wieder Wandel anführen
Die Frage sei nicht, ob sich die Welt verändert, sondern ob Europa bereit sei, diesen Wandel anzuführen. „Künstliche Intelligenz verändert unsere Volkswirtschaften. Autoritäre Regime fordern Demokratien heraus, und der Krieg ist auf unseren Kontinent zurückgekehrt“, zählt Hahn auf.
Angesichts all dieser Entwicklungen brauche es ein Europa, das weniger reagiert und mehr selbst gestaltet. „Denn zu oft debattiert Europa, während andere entscheiden. Zu oft regeln wir, was andere machen. Zu oft reagieren wir, anstatt zu gehen.“ Ob bei Künstlicher Intelligenz, neuen Technologien oder wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit: Europa dürfe sich nicht in Bürokratie und immer neuen Vorgaben verlieren.
Kurz: Europa braucht liberale Reformen. Denn: „Wir glauben nicht, dass die Zukunft durch mehr Bürokratie geschaffen wird. Wir glauben, dass sie durch Menschen geschaffen wird: durch Unternehmer, die bereit sind, Risiken einzugehen, durch Forscherinnen und Forscher. Durch Durchbrüche, durch Arbeiterinnen und Arbeiter, die die Industrien von morgen aufbauen, und durch Bürgerinnen und Bürger, denen vertraut wird, ihr eigenes Leben zu gestalten.“
Von Estland bis Österreich: Liberale Reformen wirken
Wo immer Liberale regierten, würden kluge Lösungen umgesetzt. Estland sei durch liberale Regierungsarbeit zum Vorbild für Digitalisierung statt Bürokratie geworden. In Irland habe liberale Führung Offenheit statt Protektionismus gestärkt und das Land zu einer der stärksten Volkswirtschaften Europas gemacht. Die Niederlande hätten unter liberalen Regierungen gezeigt, wie europäische Regeln ohne zusätzliche nationale Bürokratie umgesetzt werden können. Und in Österreich zeigten die NEOS bereits nach kurzer Zeit in Regierungsverantwortung, wie Reformwillen praktisch aussehen könne.
Europa darf die Ukraine nicht alleinlassen
Zugleich verband Hahn ihren Zukunftsanspruch mit einer klaren sicherheitspolitischen Botschaft. Europa müsse seine Freiheit stärker verteidigen und die Ukraine entschlossener unterstützen. Freiheit könne nicht von guten Absichten leben. Frieden werde nicht durch Wunschdenken bewahrt, sondern durch Stärke. „Jedes europäische Land muss mehr tun, um sicherzustellen, dass die Ukraine diesen Krieg gegen den russischen Aggressor gewinnt.“
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger für Lebenswerk geehrt
Eine weitere liberale Stimme aus Deutschland wurde in Wien besonders geehrt: Die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger erhielt bei den Liberal Awards den Lifetime Achievement Award für ihren lebenslangen Einsatz für Freiheit und Bürgerrechte. In ihrer Dankesrede mahnte sie, die Gegner von Freiheit und liberaler Demokratie dürften keinen Raum gewinnen – und verband dies mit dem Wunsch, zu einer starken FDP beizutragen, die 2029 in den Bundestag zurückkehrt.
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