Spiele-Autoren-Zunft e.V. (SAZ)

Analoge Spiele müssen in den Sammlungskatalog der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) aufgenommen werden, um eine anerkannte und umfassende Datengrundlage für den Rechtsanspruch auf Bibliothekstantieme zu gewährleisten. Wie stehen Sie zu dieser Forderung und was planen Sie zu deren Umsetzung?

Wir Freie Demokraten wollen, dass eine Kompatibilität und Interoperabilität der zu schaffenden Datenbasis mit der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) oder anderen bundesweiten Bestandsverzeichnissen - wie dem Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB) - hergestellt wird. Hierzu hat die Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag eine Initiative eingebracht (vgl. „Spiele und Spielautoren würdigen – rechtliche und vergütungsrechtliche Rahmenbedingungen verbessern“ BT-Drs.-19/23682).

Zudem wollen wir, dass wirksame und praktikable Lösungen gefunden werden, um Spieleautoren den nach § 27 UrhG begründeten Rechtsanspruch auf die Bibliothekstantieme zu gewähren. Darüber hinaus soll geprüft werden, inwieweit Umfang und Höhe der jährlichen von Bund und Ländern getragenen Vergütungssummen zur Abgeltung der Bibliothekstantieme gemäß § 27 Abs. 2 UrhG angepasst werden müssten. Hierfür sind entweder die Sammelrichtlinien der DNB und die Pflichtabgabeverordnung entsprechend anzupassen oder alternative gleichwertige Lösungen wie zum Beispiel über das VLB zu finden. Bei einer Umsetzung über die DNB sollen die weiteren Aufgaben in den Haushaltsplanungen berücksichtigt werden und im Rahmen der zu Verfügung stehenden Haushaltsmittel der Etat entsprechend angepasst werden.

Analoge Spiele haben als viele 1000 Jahre altes Kulturgut, als Gemeinschaft stiftende Kraft sowie als Bildungsmedium mehr Anerkennung und Förderung verdient – vergleichbar zu den vielfältig geförderten digitalen Spielen. Welche konkreten Maßnahmen planen Sie hierzu?

Spiele vermitteln seit jeher Werte, verschaffen Gemeinschaftsgefühl, sorgen für Entschleunigung und bringen den Menschen Lebensfreude. Spiele – ob analog oder digital – sind als Kulturgut anerkannt. Sie haben aber eine oft unterschätzte gesellschaftliche Relevanz. Auch als vielfältig genutztes Bildungsmedium wird ihre Bedeutung oft unterschätzt. 

Nicht nur die Spiele verdienen Würdigung, sondern auch deren Autoren, welche durch ihre Kreativität die Spielelandschaft permanent bereichern und weiterentwickeln. 

Deshalb setzen wir uns für eine einheitliche Datenbasis für das Kulturgut Spiel ein und verweisen ferner auf den o.g. Antrag der FDP-Bundestagsfraktion sowie unsere Antwort auf Frage 1. 

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