Wahlprüfsteine von "Verband medizinischer Fachberufe e.V."

Fragen:

1. Existenz- und Alterssicherung 1.1. Was wollen Sie tun, um die Arbeitsbedingungen der knapp 700.000 ausgebildeten Mitarbeiter/innen in Arzt-, Zahnarzt- und Tierarztpraxen sowie zahntechnischen Laboratorien zu verbessern? (Hinweis: Es gibt keine Tarifbindung und im Vergleich zu Krankenhäusern, die dual finanziert werden, ist das ambulante Gesundheitswesen nur auf die Honorare der Krankenkassen angewiesen, ein Personalbudget existiert nicht.)

Für die genannten Berufsgruppen existieren Tarifverträge, welche Gehaltsgruppen, Arbeitszeit und Betriebliche Altersvorsorge regeln. Der Tarifvertrag gilt, wenn der ärztliche Arbeitgeber und Arbeitnehmer Mitglied der Tarifpartner sind. Er gilt aber auch dann, wenn die Tarifbindung / Anlehnung im Arbeitsvertrag vereinbart wurde. Dies ist in der Mehrzahl der Arbeitsverträge der genannten Berufsgruppen der Fall. Gerade im Rahmen des derzeitigen Fachkräftemangels ist der Tariflohn die einzige Chance für den Arbeitgeber, geeignetes Fachpersonal an sich zu binden. Ein Vergleich zur dualen Finanzierung der Krankenhäuser ist hier nicht geboten, da der ambulant tätige Arzt / Ärztin selbständiger Unternehmer ist und im Gegensatz zu den Krankenhäusern auch sämtliche Investitionskosten selbst aufbringen muss. Im Einheitlichen Bewertungsmaßstab wird ein bundeseinheitlicher Punktwert als Orientierungswert festgelegt, der die Entwicklung der relevanten Investitions- und Betriebskosten berücksichtigen soll. Dazu gehören auch die Personalkosten.

1.2. Welche Ansätze plant Ihre Partei, um vor allem den Frauen in Niedriglohnberufen eine Rente oberhalb des Existenzminimums zu garantieren?

Wir Liberale stehen für eine generationengerechte Rentenpolitik, die den Erfordernissen der älter werdenden Gesellschaft entspricht. Wir wollen die Alterssicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung zukunftsfest machen und sie in einem stärkeren Maße durch private oder betriebliche Vorsorge ergänzen. Wir brauchen eine Mischung aus umlagefinanzierter und kapitalgedeckter Vorsorge, um unterschiedliche Risiken und Sicherheiten auszugleichen. Das erhöht den Lebensstandard im Alter und entlastet die jungen Generationen.
Die Riester-Förderung lohnt sich wegen der staatlichen Zulagen gerade für Geringverdiener und Menschen mit Kindern. Riester-Produkte sind dank der Liberalen transparenter und attraktiver geworden. Auch im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung wollen wir Verbesserungen bei der Absicherung gegen das Erwerbsminderungsrisiko.

Die Höhe der Rente berechnet sich anhand der durchschnittlichen Lebenserwartung der jeweiligen Generation und kann sich über die Jahre verändern. Dieser jahrgangsindividuelle Faktor sorgt für eine solide Finanzierung und einen fairen Ausgleich zwischen den Generationen. Damit trägt jede Generation ihre eigenen Kosten und bürdet sie nicht den nachfolgenden Generationen auf. Politische Eingriffe in die langfristige Rentenformel lehnen wir ab. Dazu gehört auch eine sogenannte Rentengarantie. Wer sich nicht gleich voll zur Ruhe setzen, sondern noch Teilzeit arbeiten möchte, soll es auch einfacher haben als heute. Momentan müssen noch viele Menschen Rentenkürzungen hinnehmen, wenn sie Teilrente und Teilzeitarbeit kombinieren oder nach dem vollen Renteneintritt doch noch einmal wieder arbeiten wollen. Das macht das Arbeiten im Alter für viele unattraktiv. Deshalb wollen wir alle Hinzuverdienstgrenzen neben dem Rentenbezug abschaffen. So kann jeder den Übergang in den Ruhestand so flexibel gestalten, wie er möchte. Und auch die ständigen Diskussionen über die Anhebung des fixen Renteneintrittsalters erübrigen sich. Unabhängig davon setzen wir uns für eine Stärkung der Erwerbsminderungsrenten ein. Die aktuellen Änderungen der Bundesregierung sind keine wirksame Lösung. Denn wer nach Jahren der Beitragszahlung durch einen Schicksalsschlag erwerbsunfähig wird, darf nicht zum Sozialfall werden

Wir Freie Demokraten wollen die Altersvorsorge nach dem Baukastenprinzip organisieren. Denn das Praktische an Bausteinen ist, dass man sie immer wieder neu und vielseitig kombinieren kann. So kann sich jeder flexibel die Altersvorsorge zusammenstellen, die zu seinem Lebensweg passt. Es muss ganz selbstverständlich werden, dass eine individuelle Kombination verschiedener Elemente das spätere Alterseinkommen ausmacht. Es ist unumgänglich, das Rentenniveau in der gesetzlichen Rente daran anzupassen, dass die Menschen in Deutschland immer älter und zugleich weniger werden. Als einzige Alternative zu drastisch steigenden Beitragssätzen ist die ergänzende Vorsorge unverzichtbar.

Betriebliche und private Altersvorsorge müssen daher attraktiver werden. Zum Beispiel durch mehr Verbraucherfreundlichkeit und Vergleichbarkeit der Produkte. Zudem sollte ergänzende Altersvorsorge auf eine breitere Basis gestellt werden. Dazu sollte in allen Bereichen geförderter Altersvorsorge die Möglichkeit ausgeweitet werden, auch in Infrastruktur, Aktien und andere Unternehmensbeteiligungen zu investieren. So könnte die Mitte der Gesellschaft auch stärker an den Chancen von Globalisierung und Digitalisierung teilhaben.

Unser Berufsleben wird zudem immer bunter. Gerade in der digitalen Arbeitswelt warten viele neueTätigkeitsfelder und Geschäftsideen. Daher wird sich auch die berufliche Situation vieler Menschen häufiger verändern. Sie können öfter zwischen Anstellung und Selbstständigkeit, Voll- und Teilzeit sowie In- und Ausland wechseln. All das muss ohne Nachteile für die eigene Alterssicherung möglich sein. Wer etwa aus der Anstellung in die Selbstständigkeit wechseln will, darf nicht benachteiligt werden, sondern muss zum Beispiel seine Riester-Förderung im „Rentenbaukasten“ behalten können. Diese soll daher künftig ganz einfach allen zur Verfügung stehen. Wir Freie Demokraten wollen die berufsständischen Versorgungswerke und die Möglichkeit zur Gründung weiterer Versorgungswerke dauerhaft erhalten. 

2. Patientennahe Versorgung 2.1. Wie will Ihre Partei die wohnortnahe Versorgung mit Haus- und Facharztpraxen, vor allem mit Blick auf die zunehmende Fachkräfteproblematik bei Medizinischen Fachangestellten, sichern?

Die Freien Demokraten sehen die niedergelassene Haus- und Zahnärzteschaft als Garanten an für eine langfristige, wohnortnahe Versorgung im Vertrauensverhältnis. Neben den Maßnahmen, die wir zur Stärkung der flächendeckenden ambulanten Versorgung vorsehen, muss mit Blick auf die medizinischen Fachberufe generell die duale Ausbildung wieder gestärkt und schon während der Schulzeit als attraktiver Weg beworben und unterstützt werden. Die entsprechenden Berufsbilder sollen zusätzlich mit weiterführenden Angeboten ausgestaltet werden, um in der späteren beruflichen Entwicklung Karrierepfade und Spezialisierungen zu ermöglichen. Wir sehen es zudem als notwendig an, den durch die demografische Entwicklung entstehenden Problemen etwas entgegen zu stellen, beispielsweise durch ein Einwanderungsgesetz.   

2.2. Wie stellen Sie sich die zahnärztliche Betreuung unter dem Druck des bestehenden Fachkräfteengpasses bei Zahnmedizinischen Fachangestellten vor?

Ohne qualifizierte zahnmedizinische Fachangestellte funktioniert die zu gewährleistende wohnortnahe, vertauensvolle und qualitativ hochwertige zahnmedizinische Versorgung nicht. Deshalb müssen nach den Vorstellungen der Freien Demokraten an mehreren Stellen Maßnahmen getroffen werden, die dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Das betrifft allgemein die berufliche Bildung, die durch eine Exzellenzinitiative gefördert werden soll. Das Berufsbild selbst und die Rahmenbedingungen der Berufsausübung müssen attraktiver ausgestaltet werden. Nicht zuletzt müssen nach unseren Vorstellungen die Rahmenbedingungen im staatlichen Gesundheitswesen von Regelungen wie der Budgetierung befreit werden, die unter anderem die Gestaltungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten der ambulanten Praxen stark einengen. Auch eine von uns gewollte raschere Anerkennung ausländischer Abschlüsse nach transparenten Regeln kann dazu beitragen, dem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken.

2.3. Welche Strategie haben Sie für die Versorgung mit Zahnersatz angesichts des eklatanten Fachkräftemangels bei Zahntechniker(inne)n?

Wir Freie Demokraten wollen auch hier dem Fachkräftemangel mit dem zuvor ausgeführtem Instrumentarium kurz- und langfristig entgegen wirken. Die Versorgung mit Zahnersatz und generell zahntechnische Leistungen dürfen nicht zuerst unter dem Gesichtpunkt der Kosten betrachtet werden, sondern sind auch als ein teilweise buchstäblich sichtbares Symbol für allen zugängliche hochwertige (zahn-) medizinische Versorgung zu beurteilen. Dafür brauchen wir in Deutschland ein innovationsfreudiges und dynamisches Zahntechnikerwesen und passende berufliche Rahmenbedingungen.

3. Digitalisierung im Gesundheitswesen 3.1. Welche Bedeutung messen Sie der Digitalisierung im ambulanten Gesundheitswesen und im Zahntechniker-Handwerk bei?

Wir Freie Demokraten setzen uns für den weiteren Ausbau digitaler Gesundheitsdienstleistungen und für verbesserte Rahmenbedingungen für eine sichere Digitalisierung des Gesundheitssystems ein, die sich an den Bürgerinnen und Bürgern als dessen Nutzerinnen und Nutzer orientiert. Denn digitale Dienstleistungen sorgen für ein effizienteres, schnelleres und sichereres Gesundheitssystem. Sogenannte E-Health-Systeme, bei denen relevante Daten gesammelt und nutzbar gemacht werden, bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten, um Verbesserungen im Gesundheitswesen einzuführen. Diese Systeme ermöglichen bei einer dezentralen Speicherung beim und in der Verfügungsgewalt des jeweiligen Bürgers und der jeweiligen Bürgerin den schnellen Zugriff im Notfall, soweit dies auch von den Patientinnen und Patienten gepflegt und gewünscht wird. Zum Dienst am Menschen gehört auch der Schutz seiner Daten. Der Staat muss die Hoheit des Einzelnen über seine Daten stets gewährleisten. Patientinnen und Patienten bestimmen über ihre Daten und wer wann wie lange und für welchen Zweck darauf zugreifen darf. Daher ist auch jeder Zugriff zu dokumentieren, damit Missbrauchsversuche zügig geahndet werden können. Die Digitalisierung verbindet dabei das Ziel des Bürokratieabbaus mit der Entschlackung von Diagnostik-, Dokumentations- und Abstimmungsprozessen und erweitert Forschungsmöglichkeiten zur Bekämpfung von Krankheiten. Das wird sich auch positiv auf das Zahntechniker-Handwerk auswirken.

3.2. Durch welche Maßnahmen sollen die Beschäftigten und die Patienten darauf vorbereitet werden?

Wir Freie Demokraten setzen auf das Versprechen, dass alle Bürgerinnen und Bürger durch Weiterbildung beim digitalen Wandel auch mithalten können. Die Digitalisierung verändert unser Leben – und prägt die Arbeitswelt von morgen. Wie bei den großen Umbrüchen in der Vergangenheit wird uns auch diesmal die Arbeit nicht ausgehen. Zahlreiche Jobs werden sich stark verändern, manchen Beruf wird es in Zukunft vielleicht gar nicht mehr geben – genauso werden aber viele neue Jobs entstehen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Die Welle der digitalen Gründungen zeigt uns schon heute, welche großen Jobpotenziale bestehen. Aber im Wandel müssen die Menschen durch gute Rahmenbedingungen und Qualifizierung begleitet werden, denn der Weiterbildungsbedarf ist und wird gewaltig sein. Wir brauchen das Versprechen an alle Bürgerinnen und Bürger, beim digitalen Wandel auch mithalten zu können. Deshalb muss lebenslanges Lernen noch stärker vom Schlagwort in gelebte Realität münden. So können Aufstiegschancen verbessert und das Risiko von Arbeitslosigkeit vermieden werden. Immer mehr Betriebe unterstützen die Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – aber für Zweidrittel der Beschäftigten bleibt hier noch viel zu tun. Deshalb muss auch die Arbeitsmarktpolitik die Weiterbildung von Beschäftigten stärker unterstützen. 

4. Duale Ausbildung und Meisterprinzip im Zahntechniker-Handwerk 4.1. Unsere Berufe üben verantwortungsvolle Tätigkeiten an Mensch und Tier aus. Um die erforderlichen Kompetenzen zu erlangen, benötigen sie eine gute und qualifizierte Ausbildung. Was wollen Sie tun, um die Ausbildungsqualität im dualen System zu verbessern?

Mit Blick auf den bereits vorhandenen Fachkräftemangel, die Demografie und unsere Wettbewerbsfähigkeit, brauchen wir eine Stärkung der Aus- und Weiterbildung. Für den Hochschulbereich gibt es solche Initiativen bereits. Die Hochschulen und Universitäten profitieren nachweislich davon. Das brauchen wir in Deutschland auch für die berufliche Bildung. Denn der Fachkräftemangel und die Herausforderungen für die flächendeckende Gesundheitsversorgung in der Zukunft lassen sich nicht alleine durch Hochschulabsolventen lösen. Im Gegenteil: Deutschland braucht mehr Fachkräfte mit einer dualen Lehre, als Fachkräfte mit einer akademischen Vorbildung. Deshalb ist jede Investition in die berufliche Bildung eine Investition in die Zukunft, dies gilt gerade auch für die medizinischen Fachberufe.

Um die duale Ausbildung fit für die Zukunft zu machen setzen wir uns für mehr digitale Bildung in der dualen Ausbildung ein. Die vielfältigen Angebote lassen sich genau auf das Können der Auszubildenden und die Bedürfnisse der Betriebe zuschneiden. Auszubildende können so Techniken und Fachwissen von internationalen Spezialisten lernen, ohne den Arbeitsort zu verlassen. Zudem bieten individuelle Lernprogramme mit digitaler Unterstützung Chancen, selbstständig zu lernen und Lücken zu schließen. Das sorgt für besser ausgebildetes Person.

Wir Freie Demokraten setzen uns für den Ausbau europäischer Austauschprogramme wie „ERASMUS plus" ein. Nicht nur Studierende sollen in den Genuss des europäischen Austauschs kommen. Auch die Teilnahme von Auszubilden den und jungen Berufstätigen an europäischen Austauschprogrammen muss gefördert werden. Dazu bedarf es schon in den berufsbildenden Schulen einer verstärkten Aufklärung über vorhandene Programme. Außerdem wollen wir eine Bildungsfreizügigkeit als neue Grundfreiheit einführen, um es jungen Menschen zu erleichtern, ihre Ausbildung in anderen Ländern der EU zu absolvieren. Denn neben der Verbreiterung des fachlichen Wissens trägt auch die Begegnung mit vielen Menschen aus den unterschiedlichen Staaten Europas zum gegenseitigen Vertrauen und einem europäischen Bewusstsein bei. So lernen wir, aus unserer Vielfalt die Kraft für eine gemeinsame Zukunft in Frieden und Wohlstand zu schöpfen. Die Geschichte lehrt uns, dass wir dies nicht als Selbstverständlichkeit hinnehmen dürfen.

4.2. Wie steht Ihre Partei zum Meisterprinzip im gefahrengeneigten Zahntechnikerhandwerk?

Wir Freie Demokraten sehen die duale Ausbildung als Baustein des wirtschaftlichen Erfolges dieses Landes an. Hier gelingt es, jungen Menschen eine hochqualifizierte berufliche Perspektive auch mit praktischen Tätigkeiten zu geben. Wir werden uns daher auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass diese Form der Ausbildung weiterbesteht, durch Zusatzqualifikationen verbessert wird und dass der Wert der Meisterqualifikation weiter erhalten bleibt. Dabei ist die Gefahrengeneigtheit ein wichtiges Kriterium.

4.3. Wie will Ihre Partei die duale Ausbildung stärken und das Image dieser wichtigen Berufe in den Schulen und der Öffentlichkeit verbessern?

Weltbeste Bildung für jeden hält für alle den passenden Weg bereit. Im Bereich der beruflichen Bildung verfügt Deutschland bereits über eine Form der Qualifizierung, die weltweit Strahlungswirkung entfaltet und zahlreiche Aufstiegsmöglichkeiten bereit hält. Stärken wir diese Stärke auch weiterhin. Berufe in der Gesundheitsbranche nehmen vor allem in Deutschland nicht nur eine wichtige Funktion in der Gesellschaft ein, es handelt sich angesichts des Fachkräftemangels auch um Berufe mit großen Chancen.

Wir Freie Demokraten setzen uns für eine Aufwertung und Ausweitung der dualen Ausbildung in Deutschland ein. Heute ist es leider noch Gang und Gäbe, dass Berufsschüler einen vollkommen analogen Unterricht erhalten, während sich ihr Arbeitsalltag durchgängig in der digitalen Sphäre abspielt. Zukünftig müssen alle Ausbildungsberufe ausschließlich mit digitalen Medien unterrichtet werden und das Fach Informatik wesentlicher Bestandteil der berufsschulischen Ausbildung sein. Das duale Ausbildungssystem in Deutschland ist Vorbild für politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger auf der ganzen Welt. Dennoch halten viele ein Hochschulstudium für den einzig richtigen Bildungsweg. Zahlreiche Studien belegen dagegen, dass die Verbindung aus praktischem Arbeiten und theoretischem Lernen für die Auszubildenden effektiv ist und für die Unternehmen genau der richtige Mix aus Wissen und Können. Diese Verbindung und individuelle Förderung trägt weiter zu einer höheren Durchlässigkeit unseres Bildungssystems bei. Wir Freie Demokraten wollen daher unser erfolgreiches berufliches Bildungssystem stärken, zu dem die duale Ausbildung und die Abschlüsse der Höheren Beruflichen Bildung (zum Beispiel: Meister, Fachwirte und Betriebswirte) gehören.

5. Delegation und Substitution von Leistungen 5.1. Welche Position beziehen Sie zur Übertragung ärztlicher, zahnärztlicher und tierärztli-cher Leistungen an dafür qualifizierte Mitarbeiter/innen in Arzt-, Zahnarzt- und Tierarztpraxen sowie im Rahmen der häuslichen Betreuung? 5.2. Wie stehen Sie dazu, das bestehende Zahnheilkundegesetz dahingehend zu verändern, dass Zahntechniker auch offiziell im Mund der Patienten arbeiten dürfen (z.B. bei Anpassungen des Zahnersatzes)?

Die Fragen 5.1 und 5.2 werden im Zusammenhang beantwortet.

Wir Freie Demokraten wollen die medizinischen Fachberufe stärken und attraktiver machen. Gerade durch die Vernetzung der medizinischen Angebote und der Fokussierung auf die Stärkung der Versorgung im häuslichen Umfeld ist eine Stärkung der medizinischen Assistenzberufe nötig. Eine generelle Substitution ärztlicher Leistungen lehnen wir jedoch ab. Das Recht des Patienten auf den Facharztstandard sowie die Qualität der Versorgung müssen beibehalten werden. Außerdem darf die ärztliche und ganzheitliche Sicht auf die Patienten nicht verloren gehen. Denn wir Freie Demokraten sehen die individuelle und bestmögliche Versorgung der Menschen als Ziel des gesundheitspolitischen Handelns an. 

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