Wahlprüfsteine von "Bundesverband Popularmusik (BV Pop)"

Fragen:

1. Strukturgebung Das Projekt POP TO GO hat in den Jahren 2013-2017 rund 900 Maßnahmen für Jugendliche ins Leben gerufen, mit mehr als 38.000 Teilnehmer*innen. Ein entsprechender Antrag für die Folgejahre wurde gestellt. FRAGE: Unterstützen Sie eine Verstetigung der lokalen Bündnisse und Ländernetzwerke, die durch das Bundesprogramm entstanden sind, über die Bundesförderung hinaus? Die erzielten Wirkungen und Kooperationserfolge (sowohl bei den Teilnehmer_innen als auch den Akteuren) vor Ort brauchen eine bedarfsgerechte Verstetigung.

Den Ergebnisse der Folgeperiode von "Kultur macht stark" stehen wir offen und unvoreingenommen gegenüber. Für eine darüber hinaus gehende Fortführung der bislang entstandenen Kooperationen sehen wir die Kommunen und Länder in der Verantwortung.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des BV Pop ist das Verständnis von kultureller Bildung als Querschnittsaufgabe durch Förderung der kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen, der Erwachsenen- und Berufsbildung, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung sowie Musik- und Kreativwirtschaft. FRAGE: Unterstützen Sie die Finanzierung, Entwicklung und Umsetzung eines Kongressformates zur Vernetzung und Austauschs aller Akteure die im Spannungsfeld der Förderung von kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen, der Erwachsenen- und Berufsbildung, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung sowie Musik- und Kreativwirtschaft aktiv sind?

Für uns Freie Demokraten steht fest, das kulturelle Bildung nur in der Vernetzung aller relevanter Akteure ihre volle Wirkung entfalten kann. Initiativen zur Vernetzung verschiedener Akteuere der Kultur begrüßen wir grundsätzlich, sehen diese aber selbst in der Verantwortung, die benötigen Finanzmittel auf vielfältige Art und Weise zu sicher, dazu kann neben privatwirtschaftlichem Engagement und Mäzenatentum auch staatliche Unterstützung zählen.

2. Qualifizierung Der BV POP könnte ab 2017 erstmals ein bundesweites Musik-Mentoring-Programm in den Ländern umsetzen. Bedarfe und Zuwendungs-Eigenanteile der Mitgliedsinstitutionen entscheiden über Korpus und die Antragssumme des Projekts FRAGE: Finanzierung, Entwicklung und Umsetzung eines bundesweiten Mentoring-Programmes kostet Geld, Unterstützen sie das Ziel einer Vernetzung des Musikwirtschaft- und –kulturnachwuchses über die Landesgrenzen hinaus

Die Anschubfinanzierung eines Mentoring-Programmes zur Vernetzung kann aus unserer Sicht sinnvoll sein. Eine Förderung sollte jedoch nicht dauerhaft sein und perspektivisch müssen sich solche Netzwerke selber tragen und eigendynamisch wirksam werden. Hier würden wir als erstes die beteiligten Akteure der Musikwirtschaft in der Verantwortung sehen.

3. Eine zukunftsweisende Förderung für nichtkommerzielle Maßnahmen populärer Musik FRAGE: Unterstützen Sie den Gedanken der Förderung für nichtkommerzielle Maßnahmen populärer Musik?

Die von Ihnen angeführten Maßnahmen auf Bundesebene wie die Initiative Musik und die etablierte Initiative der Bundesregierung für die Kultur- und Kreativwirtschaft begrüßen wir. Bezüglich des Engagements in den Ländern verweisen wir auf unsere jeweiligen Untergliederungen in den Bundesländern.

FRAGE: Sollten hier weitere Mittel aus den Länder- und Bundeshaushalten zur Verfügung gestellt werden, um diese Förderinitiativen auszubauen?

Siehe unsere Antwort auf die Frage zuvor.

4.Für eine reiche Musiklandschaft: Kulturelle Vielfalt ermöglichen und sichern – auch und vor allem im Radio FRAGE: 1. Wird aus Ihrer Sicht momentan der Kultur- und Bildungsauftrag von den öffentlich-rechtlichen Radiosendern bezogen auf Musik erfüllt? 2. Wenn nein: An welcher Stelle sehen Sie Handlungsbedarf? 3. Wenn ja: Auf welche Weise erfüllen Ihrer Meinung nach die öffentlich-rechtlichen Radiosender den Kultur- und Bildungsauftrag?

Wir Freie Demokraten fordern eine Neudefinition des Auftrages des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, verbunden mit einer substantiellen Verschlankung des gesamten Systems. Die Gebührenzahlerinnen und Gebührenzahler sollen keine Doppelstrukturen finanzieren, wie sie bei 60 eigenständigen Hörfunkprogrammen unvermeidbar und bei sich ähnelnden Sendungen im Fernsehen offenkundig sind. Deshalb wollen wir eine grundlegende Modernisierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vorantreiben, die sich in der Struktur und dem Angebot an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, die ihn bezahlen. Wir fordern eine Refokussierung auf die Themen Bildung, Kultur und Information. Hier sehen wir insbesondere die Rundfunkräte in der Verantwortung.

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