Wahlprüfsteine von "Deutsche Hämophiliegesellschaft zur Bekämpfung von Blutungskrankheiten e.V. (DHG)"

Fragen:

1. Wir fordern, dass die Bundesrepublik Deutschland endlich auch gegenüber den HCV-infizierten Opfern des Blutskandals zu Ihrer Verantwortung steht und eine angemessene humanitäre Entschädigungsregelung auf den Weg gebracht wird. Unterstützen Sie diese Forderung?

Menschen, die durch ursprünglich unbekannte Nebenwirkungen von Arzneimittel nachhaltig geschädigt werden, stehen Entschädigungen zu. Hierzu ist in erster Linie der Arzneimittelhersteller verantwortlich, der die Medikation hergestellt bzw. vertrieben hat.

Hepatitis C ist heute durch die Gabe von neuartigen antiviralen Substanzen in den meisten Fällen heilbar. Jedoch können Langzeitschäden der Leber trotz erfolgreicher Therapie der Infektion bestehen bleiben. In Analogie mit dem HIVHG für HIV-infizierte Hämophilie-Patienten wären rechtlich abgesicherte lebenslange Unterstützungen zu diskutieren. Entschädigungen sollten sich nach der Grad der Schädigung richten.

2. Gesetzt den Fall, dass in der nächsten Legislaturperiode die Einführung eines Patientenentschädigungsfonds beschlossen wird: Würden Sie sich dafür einsetzen, dass die HCV-infizierten Hämophilen über diesen Fonds entschädigt werden?

Ja, wobei hier zunächst für die Einzahlung in einen solchen Patientenentschädigungsfonds die Arzneimittelhersteller in der Verantwortung stehen.

3. Welche Möglichkeit sehen Sie für sich als Partei, unser Anliegen zu unterstützen?

Von unserer Seite würden wir Gespräche zwischen dem Bund, Betroffenen und den verantwortlichen Firmen begrüßen und unterstützen.

zur Übersicht der Wahlprüfsteine