Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen - DGNB e.V.

Der CO2-Preis soll bis 2023 auf mindestens 60 € pro Tonne angehoben werden. (trifft zu/neutral/trifft nicht zu) Hintergrund: Laut aktuellem Brennstoffemissionshandelsgesetz soll der Preis 2023 auf 35 € pro Tonne erhöht werden. Wissenschaftler halten deutlich höhere CO2-Preise für notwendig.

neutral

Den Preis für CO2 sollte sich im Rahmen eines sektorübergreifenden Emissionshandels am Markt bilden. Die Politik gibt vor, wie viel CO2 im Jahr ausgestoßen werden darf. Für den Ausstoß müssen Zertifikate erworben werden, die von Jahr zu Jahr weniger und damit teurer werden. Um die sozialen Kosten des Klimaschutzes abzumildern, wollen wir eine Klimadividende einführen, die pauschal pro Kopf ausgezahlt wird.

Die Kosten des nationalen CO2-Preises sollen zu mindestens 50 % von Vermietern getragen werden. (trifft zu/neutral/trifft nicht zu) Hintergrund: Vermieter sollen durch Beteiligung an Kosten motiviert werden, vermehrt energetische Sanierungsmaßnahmen durchzuführen

neutral 

Wir Freie Demokraten wollen anstatt einer pauschalen, hälftigen Teilung des CO2-Preises das Konzept der Teilwarmmiete einführen. Die Vermieterin beziehungsweise der Vermieter soll nach unseren Vorstellungen für eine Basisversorgung mit Wärme zuständig sein. Der zusätzliche Verbrauch wird dann verbrauchsabhängig vom Mieter bezahlt. Der Vermieter profitiert bei Investitionen in den Klimaschutz, da die Kosten seiner Basisversorgung sinken. Der Mieter profitiert, indem seine verbrauchsabhängigen Kosten sinken. Damit lösen wir das Vermieter-Mieter-Dilemma bei Investitionen auf. Wir machen Investitionen in klimaschonende Wärmetechnologien für alle attraktiv. Darüber hinaus verhindert die Teilwarmmiete, dass Verhaltensänderungen der Nutzer Investitionen in die CO2-Reduktion überkompensieren (Rebound-Effekt).

Bei jedem Neubau von Wohn- und Nichtwohngebäuden soll die Verpflichtung zu PV- oder Solarthermieanlagen – unterstützt durch Förderungen - bestehen. (trifft zu/neutral/trifft nicht zu) Hintergrund: So könnte vor Ort produzierte Strom- und Wärmeenergie lokal genutzt, bzw. ins Netz eingespeist werden

trifft nicht zu

Wir Freie Demokraten fordern effektive Maßnahmen für den Klimaschutz sowie für bezahlbaren Wohnraum. Wir fordern eine Klimapolitik aus einem Guss, in dem wir den Emissionshandel auf den Gebäudesektor ausweiten. Denn der Emissionshandel ist das effizienteste und günstigste Klimaschutzinstrument, das die erlaubte CO2-Gesamtmenge konsequent begrenzt. Immer neue Anforderungen beim Bauen hingegen lassen auch die (Gewerbe-)Mieten weiter steigen.

Als Einstiegsförderung soll in der Sanierung von Effizienzhäuser der Förderstandard KfW 70 gelten. (trifft zu/neutral/trifft nicht zu) Hintergrund: Die bisherigen Förderstandards KfW 100 & 85 sollen laut Klimapaktentwurf wegfallen, damit sich Fördermittel auf ambitioniertere Standards konzentrieren

trifft nicht zu

Durch den geplanten Wegfall der bisherigen Förderstandards KfW 100 und KfW 85 wird eine kostengünstige Basisförderung nicht mehr möglich sein. Die Einführung ambitionierter Standards würde zwar eine höhere Energieeffizienz im Einzelgebäude ermöglichen, aber die zur Erhöhung der Sanierungsquote notwendige Basisförderung mit Breitenwirkung wäre damit nicht zu erreichen. Dadurch droht ein Rückgang der Investitionen in energetische Sanierungen.

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