Wahlprüfsteine von "Spiele-Autoren-Zunft e.V. "

Fragen:

1. Die Spiele-Autoren-Zunft fordert die Aufnahme von analogen Spielen in den Sammlungskatalog der Deutschen Nationalbibliothek. Eine Forderung, die auch der Deutsche Kulturrat unterstützt.

Wir Freie Demokraten sehen in analogen Spielen ein Kulturgut, welches hohe gesellschaftliche Bedeutung besitzt. Analoge Spiele sind Ausdruck der Vielfalt und der Freiheit des deutschen Kulturlebens, dessen Zugänglichkeit für die Menschen bewahrt werden muss. Wie es in dem Vorschlag des Deutschen Kulturrates heißt, ist der „hohe Standard deutscher Spiele international beispielgebend. Dies unterstreicht auch Deutschlands Bedeutung als innovativen Kulturstandort.“ Daher unterstützen wir diesen Vorschlag. Dazu gehört vor allem, dass eine Veränderung der gesetzlich festgelegten Sammelrichtlinien für die Deutsche Nationalbibliothek, sowie eine bedarfsgerechte Förderung derselben, zu prüfen ist.

2. Die Spiele-Autoren-Zunft schlägt die umsatzsteuerliche Gleichstellung mit Büchern, Kino, Musik, Theater und anderen Kulturgütern vor.

Wir Freie Demokraten wissen, dass das geltende System der Mehrwertsteuer an vielen Stellen zu kompliziert ist und einen hohen Bürokratieaufwand erfordert. Wir sehen deshalb die Notwendigkeit einer grundlegenden Reform mit dem Ziel einer deutlichen Vereinfachung bei Aufkommensneutralität – dies erfordert nicht zwingend weitere Sonderbehandlungen, etwa von Spielen. Ein Umbau des Mehrwertsteuersystems bedarf allerdings einer vertieften Diskussion und einer breiten politischen Übereinkunft. Unsere Erfahrungen mit der von uns initiierten Kommission zur Überarbeitung des Mehrwertsteuersystems in der vorletzten Legislaturperiode zeigen, dass das erforderliche breite politische Bündnis nur schwer zu erreichen ist. Gegebenenfalls kann bis dahin eine umsatzsteuerliche Gleichstellung notwendig werden.

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