Verbund Starke Apotheke

Ist Ihnen bekannt, dass das eRezept zum 01.01.2022 verpflichtend eingeführt wird und es für alle gesetzlich Versicherten (Privatversicherte folgen) keine Papierrezepte mehr geben wird?

Ja, dies ist uns bekannt und wir begrüßen die zügige Einführung des eRezeptes. Denn im Gesundheitswesen wird immer noch viel zu häufig mit Faxen gearbeitet. Diese Form der Kommunikation ist weder sicher noch zeitgemäß. Wir stehen für eine moderne Gesundheitspolitik und den Schutz der Patientendaten und wollen beides in Einklang bringen.

Finden Sie, dass die Verringerung der Zahl der Apotheken in Deutschland von 21.353 vor 10 Jahren auf nunmehr 18.753 eine wünschenswerte Entwicklung ist?

Die Fragen 2, 3, 4, 6 und 7 werden im Zusammenhang beantwortet.

Wir Freie Demokraten wollen die flächendeckende Versorgung mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln sowie eine qualifizierte Beratung von Patientinnen und Patienten. Wir fordern faire Rahmenbedingungen zwischen inländischen Apotheken sowie in- und ausländischen Versandapotheken. Ein pauschales Versandhandelsverbot für rezeptpflichtige Arzneimittel lehnen wir ab, denn alle Patientinnen und Patienten sollten eine Wahlfreiheit haben. Außerdem muss die freie Apothekenwahl jederzeit gewährleistet sein. Wir Freie Demokraten setzen uns dafür ein, dass auch weiterhin die Freien Berufe im Gesundheitswesen gestärkt werden. Niedergelassene Apothekerinnen und Apotheker müssen in medizinischen Fragen autonom und frei von Weisungen Dritter entscheiden können.

Verlassen Sie sich beim Versand verschreibungspflichtiger Medikamente durch internationale Versandhallen ebenso auf die Einhaltung der Sicherheitsstandards wie bei der Abholung der Arzneimittel in der Apotheke vor Ort?

Siehe hierzu die Antwort zu Frage 2. 

Ist es gewollt, dass Versandhallen bisher nur rote Zahlen schreiben und das unser Gesundheitssystem zum Spielball ausländischer Kapitalfirmen wird, die dieses Minusgeschäft finanzieren?

Siehe hierzu die Antwort zu Frage 2. 

Sind Ihnen die Insolvenz der AvP im Jahr 2020 und die dramatischen Folgen für ca. 3000 deutsche Apotheken bekannt?

Die Sorge der von der Insolvenz des Apothekenrechenzentrums AVP betroffenen Apotheken war für die Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag von Anfang an nachvollziehbar. Es kann nicht sein, dass niedergelassene Apotheken bei einer nicht selbst verschuldeten Insolvenz die Leidtragenden sind. Zudem darf es keine Engpässe - gerade in Zeiten von Corona - bei der Versorgung mit Medikamenten geben. Die Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag hat sich von Anfang an für die von Insolvenz betroffenen Apotheken eingesetzt, zum Beispiel mit dem Antrag „Durch Insolvenz des Rezeptabrechners AvP betroffene Apotheken schnell finanziell unterstützen“ (BT-Drs.-19/23681).

Erscheint Ihnen das Bruttogehalt eines Apothekers mit elf Jahren Berufserfahrung angesichts seiner Verantwortung mit 4.343 € angemessen?

Siehe hierzu die Antwort zu Frage 2. 

Apotheken leben vom RX-Umsatz, nicht von Rezeptur und Notdienst. Können die Apotheken erhalten bleiben, wenn die Niederlande weiterhin auf der umstrittenen Länderliste stehen?

Siehe hierzu die Antwort zu Frage 2. 

Die Rolle der Apotheker beim Pandemiemanagement war von grundlegender Bedeutung.

Die Apotheken haben eine hervorragende Arbeit in der Bewältigung der Pandemie geleistet. Sie sind ein wichtiger Baustein für unsere Gesundheitsversorgung.

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