FDP für kartellrechtliche Überprüfung der Pläne von Eon und RWE

Geld mit Stromzähler
Verbraucher sollen am Ende nicht die Zeche zahlen
13.03.2018

Die Energiekonzerne RWE und E.on teilen den deutschen Elektrizitätsmarkt neu auf. Die Freien Demokraten begrüßen das. Allerdings pochen sie auf eine kartellrechtliche Überprüfung der Pläne. "Aus der guten Nachricht für den Standort Deutschland darf keine schlechte Nachricht für die Stromkunden werden", sagt FDP-Chef Christian Lindner. Mögliche Folgen für die Energiepreise müssten von den Wettbewerbshütern dringend untersucht werden, damit nicht am Ende die Verbraucher die Zeche zahlen.

Er erwarte, dass die Firmen ihrer Verantwortung für die Arbeitsplätze am Standort Deutschland gerecht werden, so Lindner weiter. Die Energiebranche sei ein hochinnovativer Bereich. Bei der richtigen Weichenstellung durch die Unternehmen könne sie zu einem Jobmotor werden. Der energiepolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Martin Neumann, sieht hier die Bundesregierung in der Pflicht. Sie sei gefordert, "die Stromsteuer auf das europäische Mindestniveau abzusenken und die Energiepolitik endlich auf die Ziele Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltschutz auszurichten."

Innogy-Deal gut für die Zukunft des Landes

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart begrüßte die geplante Neuordnung: "Grundsätzlich ist der Deal zwischen den beiden Unternehmen Eon und RWE gut für NRW , weil das Geschäft im Land bleibt" , so Pinkwart. Er hofft zudem, dass auch die europäische Energiepolitik durch die Neuausrichtung der beiden Konzerne vorangebracht wird. "Wir werden in Zukunft viel europäischer denken müssen und da ist es gut, dass wir in Nordrhein-Westfalen zwei Global Player haben, die international tätig und leistungsfähig sind." (ph)

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