Klimaschutz: Wir brauchen einen konsequenten Emissionszertifikatehandel

Wald
Einheitlicher CO2-Preis ist Schlüssel für effizienten Klimaschutz
02.12.2019

An diesem Montag hat die UN-Klimakonferenz begonnen. 25 000 Teilnehmer werden in Madrid erwartet. Klimaforscher mahnen, die Weltgemeinschaft müsse alles tun, um den Hebel im Kampf gegen die Erderwärmung umzulegen. Die Freien Demokraten hätten sich gewünscht, dass die Bundesregierung mit einem überzeugenderen Gesamtpaket in diese Verhandlungen geht. "Die Bundesregierung ist in der Pflicht, sich entschiedener als bisher für marktwirtschaftliche Instrumente einzusetzen", meint FDP-Klimaexperte Lukas Köhler. "Wir brauchen einen konsequenten Emissionszertifikatehandel, der diesen Namen verdient", fordert FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg.

Statt einem echten Emissionszertifikatehandel gebe es ein Sammelsurium an "unkoordinierten, teuren, widersprüchlichen Einzelmaßnahmen", kritisiert Teuteberg das Klimapaket der Bundesregierung. "Hier wünschen wir uns einen Emissionshandel, der den Namen verdient und natürlich auch mehr Technologieoffenheit auf dem Weg beim Klimaschutz." Sie ist gespannt was in Madrid herauskommt.  Den Freien Demokraten sei wichtig, "dass Deutschland mit einem konsequenten Zertifikatehandel, mit Technologieoffenheit und Innovation Klimaschutz betreibt, den auch andere in der Welt als nachahmenswert empfinden, weil er mit Wachstum und freiheitlicher Lebensweise vereinbar ist."

Lukas Köhler bekräftigt: "Ein einheitlicher CO2-Preis durch einen globalen Emissionshandel ist der Schlüssel für effizienten Klimaschutz weltweit." Die Große Koalition wäre gut beraten, im Zuge dessen auch das eigene Klimapaket nachzubessern. Denn: "Die verkappte CO2-Steuer wird vor allem teuer." Der Emissionshandel sei hingegen der einzige Weg, die Klimaziele garantiert und kostengünstig zu erreichen. "Darauf sollte sich die Bundesregierung national und international konzentrieren."

FDP-Chef Christian Lindner betonte: Wir brauchen echte Offenheit für andere Technologien. Grüner Wasserstoff könnte das neue Öl werden. Wir sollten also ein CO2-Limit festlegen und dann dafür sorgen, dass innerhalb dieses Rahmens CO2 bepreist wird. Alle anderen Eingriffe bremsen, verteuern und gehen in die falsche Richtung." Lindner setzt lieber auf Klimarationalismus: "Zur Bekämpfung der Erderwärmung setzen wir auf neue Technologien. Wir sollten auch über unseren Tellerrand schauen, weil grüner Wasserstoff aus Südeuropa und die Aufforstung des Regenwaldes größeres Potenzial haben, als jede freie Fläche bei uns mit Windkraft zu belegen."

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