Pressemitteilung

STARK-WATZINGER: Digitalisierungsschub für den ländlichen Raum

Über die schlechte Digitalisierung und Daseinsvorsorge im ländlichen Raum.

Zur heutigen Vorstellung des Berichts über die Entwicklung ländlicher Räume erklärt das Präsidiumsmitglied Bettina Stark-Watzinger:

Deutschland braucht dringender denn je einen Digitalisierungsschub! Wie der Bericht klar zeigt, ist die Lage nicht nur ernüchternd, sondern erschreckend.

Corona hat uns schmerzlich vor Augen geführt, wie essenziell eine gute Internetverbindung ist. Ob Homeoffice, Homeschooling oder der Austausch mit der Familie und Freunden - das Internet ist in der Pandemie das Fenster zur Welt und für viele, insbesondere Risikogruppen, eine der wenigen Möglichkeiten, soziale Kontakte aufrecht zu erhalten.

Nun zeigt sich: Nur 12 Prozent der im ländlichen Raum lebenden Menschen haben schnelles Internet. Dabei lebt die Mehrheit der Deutschen in diesen Regionen außerhalb der Ballungsräume. Der ländliche Raum darf nicht den Anschluss verlieren. Um eine moderne Gesundheitsversorgung in Regionen zu gewährleisten, in denen der Facharzt nicht um die Ecke seine Praxis hat, benötigen wir digitale Gesundheitsangebote. Die Bundesregierung ist gefordert, die Blockaden beim Breitbandausbau zu lösen. Um des Weiteren Chancengerechtigkeit zu erreichen, reicht es nicht aus, nur über Tablets für Schulkinder zu debattieren. Wir müssen diesen Kindern und ihren Familien auch die Möglichkeit bieten, die Tablets tatsächlich zu nutzen. Voraussetzung für den Zugang zu digitaler Bildung ist die Bereitstellung der erforderlichen Infrastruktur.

Auch für die Entschärfung des Verkehrsaufkommens und der Wohnraumknappheit in den Ballungsräumen ist der digitale Infrastrukturausbau unerlässlich. Unsere ländlichen Gebiete sind sehr attraktiv. Viele Menschen leben gerne in ihnen oder könnten sich dies vorstellen. Umso mehr müssen wir die Chancen und Potentiale der Digitalisierung nutzen.

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