Der Weg zum neuen Grundsatzprogramm
Seit 2025 arbeitet die FDP an ihrem neuen Grundsatzprogramm. Unser Ziel ist es, die modernste und innovativste Partei Deutschlands zu werden. Im Mittelpunkt unserer Erneuerung stehen zwei Prozesse: Ein neues Grundsatzprogramm und eine Parteireform.
Wir wollen gemeinsam neue Ideen entwickeln, uns stärker mit Mitgliedern, Experten und Bürgern austauschen, um zu verstehen, was die Menschen wirklich bewegt. Wir wollen Technologie und künstliche Intelligenz nutzen, um herkömmliche Denkmuster aufzubrechen und eine breitere Beteiligung auswerten zu können.
Mit diesem Programm wollen wir Orientierung geben und Debatten anstoßen: Was bedeutet Liberalismus in der Welt der 2020er und 2030er Jahre? Welche Rolle haben wir Liberale in der veränderten politischen Landschaft? Von welchem weltanschaulichen Fundament leiten wir unsere Antworten auf tagespolitische Fragen ab? Ich bin überzeugt: Die Herausforderungen der Zukunft meistern wir nicht mit immer mehr Staat, sondern indem wir das Potential der Bürgerinnen und Bürger entfesseln!
Ergebnisse der ersten Beteiligungsphase
Wir haben eine große Mitglieder- und Bürgerbefragung gestartet, bei der tausende Sprach- und Textnachrichten bei uns eingegangen sind. Unser Ziel: Herausfinden, was die Menschen bewegt. Welche Herausforderungen, Chancen und Probleme sie sehen — und dann Lösungen dafür entwickeln.
All diese Einsendungen haben wir mithilfe von KI ausgewertet und Anliegen der Menschen herausgefiltert. Danach haben wir die Ergebnisse mit Zukunftsstudien kontextualisiert und die zehntausenden Einzelanliegen zu neuen Themenfeldern zusammengeführt. Dieses Themencluster orientieren sich an der Realität der Menschen, nicht an der Struktur von Ministerien. Denn wir denken vernetzt, offen und über klassische Schablonen hinaus.
Zwölf Themenfelder für die Zukunft
Die Freien Demokraten setzen auf Dialog und Beteiligung. Sie haben Ihre Ideen und Lösungsvorschläge zu zentralen Themenkomplexen eingebracht – pragmatisch, freiheitlich und zukunftsorientiert.
Knapp 4.000 Ideen und Vorschläge sind eingegangen – diese Vielfalt dokumentieren wir in unserem Verzeichnis:
Alltag unter globalen Krisen: Von der Sicherheitsillusion zu Freiheit in Souveränität Demokratie und Rechtsstaat im Stresstest: Belastungsprobe als Erneuerungschance Leben bezahlbar machen: Für Freiräume und eine starke Mitte Von der Komfortzone zu neuem Erfolg: Politik für Leistung und Anpacken Deutschland im Aufbruch: Modernisierung schafft neue Zuversicht Generationengerechtigkeit: Ehrliche Lösungen statt Leben von der Substanz Bildungsnation: Vom vernachlässigten Rohstoff zum Gamechanger Daten, Bürokratie, Möglichkeiten: Digitaler Turbo statt Blockade Klimaschutz ohne Wohlstandsverlust: Ökologie, persönliche Freiheit und soziale Stabilität Migrations-Matrix: Chancen nutzen, Regeln durchsetzen Bauen, Wohnen, Bleiben: Infrastruktur für alle Lebenslagen Leben und Altern: Gesundheit, Teilhabe und Chancen des demografischen Wandels
Wie geht es weiter?
Der 77. Ordentliche Bundesparteitag stand im Zeichen wichtiger personeller Entscheidungen sowie einem inhaltlichen Leitantrag, der zentrale Schwerpunkte aus dem Grundsatzprogrammprozess bündelt. Um dem Grundsatzprogramm die notwendige Aufmerksamkeit zu geben und zugleich effiziente Beratungen zu gewährleisten, wird die umfassende Behandlung allerdings bewusst in einen neuen, eigenen Prozess überführt.
Denn ein neues Grundsatzprogramm bildet das Fundament unserer Politik und verdient eine vertiefte, sorgfältige und breite Debatte. Der aktuelle Arbeitsstand wird transparent zur Verfügung gestellt und in geeigneten Formaten weiterentwickelt, sodass ausreichend Raum für inhaltliche Auseinandersetzung und Mitwirkung entsteht.
Der Bundesvorstand hat in seiner Sitzung am 29. Juni eine neue Steuerungsgruppe eingesetzt, die den weiteren Prozess verantwortet. Dieser gehören FDP-Generalsekretär Martin Hagen, FDP-Präsidiumsmitglied Benjamin Strasser sowie Alexander Kobuss für die Jungen Liberalen an. Gemäß der neuen Zielsetzung werden sie die bereits vorliegenden Inhalte im weiteren Prozess verdichten.
Der neue Zeitplan sieht vor, dass der Bundesvorstand den in den kommenden Monaten entstehenden Gesamtentwurf im Rahmen seiner Klausurtagung im November beschließen wird. Anschließend soll dieser Entwurf Gegenstand von öffentlichen Debatten und Veranstaltungen werden, bevor er dann dem Bundesparteitag 2027 zur finalen Beratung und Verabschiedung vorgelegt wird.
Das Ideen-Panel
Mit unserem Ideen-Panel bringen wir außerdem starke Stimmen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft an einen Tisch. Bestehend aus einem Kreis externer Expertinnen und Experten, die die inhaltliche Ausarbeitung des Grundsatzprogramms begleiten, sorgen wir dafür, dass die Diskussion über zentrale Zukunftsfragen in die Breite der Gesellschaft getragen wird. Gleichzeitig erhält die Programmkommission wertvolle Impulse von außen, für ein Grundsatzprogramm, das praxisnah, innovativ und zukunftsfest ist.
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