Grundrente könnte deutlich teurer werden

Briefe, Deutsche Rentenversicherung
03.06.2019

Die Kritik an der SPD-Grundrente reißt nicht ab. Laut Finanzexperten könnte sie doppelt so viel kosten, wie von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) veranschlagt. FDP-Rentenexperte Johannes Vogel macht klar: “Nahezu täglich kommen neue Studien und Hinweise auf den Tisch, die klar belegen: Die SPD-Grundrente ist leider ein schlechtes, nicht gegenfinanziertes und unfaires Modell.“ Er appelliert an die Große Koalition, sich am Vorschlag der FDP-Fraktion einer Basis-Rente zu orientieren und so gezielt gegen Altersarmut vorzugehen.

Die Kritik der Freien Demokraten richtet sich primär dagegen, dass die SPD auf eine Bedürftigkeitsprüfung verzichten will. Dadurch werden auch Rentner bedacht, die trotz einer niedrigen Rente womöglich andere Einkünfte haben oder sonst abgesichert sind. “Geld wird mit der Gießkanne ausgegeben, ohne eine dauerhaft solide Finanzierung sicherzustellen“, monierte Vogel.

Darüber hinaus werde der Gleichheitsgrundsatz in der Rentenversicherung ausgehebelt, “weil Einzahlungen und Ansprüche nicht mehr in Zusammenhang stehen“, verdeutlichte der rentenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. “Und gleichzeitig gehen viele Rentner leer aus, die wirklich wenig haben. Diese sind die großen Verlierer“, stellte er klar. Die Basis-Rente der FDP geht deutlich zielgenauer vor: Dabei wird durch einen Freibetrag bei der Anrechnung von gesetzlicher Rente und privater Vorsorge auf die Grundsicherung sowie einer Bedarfsprüfung gezielt denjenigen geholfen, die Unterstützung brauchen.

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