Über 24.000 Haustüren und die FDP NRW legt gerade erst los
Mehr als 1.200 Freie Demokraten waren beim landesweiten Aktionstag der FDP NRW unterwegs und klingelten an über 24.000 Haustüren. Ihr Ziel: zuhören, Vertrauen gewinnen und die Anliegen der Menschen in die politische Arbeit aufnehmen.
Die Freien Demokraten in Nordrhein-Westfalen setzen auf direkten Austausch statt Distanz. Beim landesweiten Aktionstag am 10. Oktober waren mehr als 1.200 Liberale unterwegs, klingelten an über 20.000 Haustüren und suchten das persönliche Gespräch mit den Menschen. Für den stellvertretenden FDP-Bundesvorsitzenden und NRW-Landeschef Henning Höne ist das mehr als eine einzelne Wahlkampfaktion. Der Haustürwahlkampf steht für einen neuen Anspruch der Freien Demokraten: zuhören, Vertrauen zurückgewinnen und gemeinsam an den konkreten Themen arbeiten, die die Menschen beschäftigen.
Vertrauen beginnt mit einem "Guten Tag"
Die FDP Nordrhein-Westfalen will ihre politischen Vorschläge nicht nur mit Plakaten sichtbar machen, sondern mit den Menschen darüber sprechen. Das Ziel im Vorfeld des Aktionstages war somit klar. An 10.000 Haustüren klingeln und fragen, was sich im Land verändern muss. Ein Ziel, dass mit über 20.000 erreichten Haustüren mehr als übertroffen wurde.
Denn Aufmerksamkeit allein reicht nicht. Ein frecher Spruch auf einem Wahlplakat kann zwar auffallen, Vertrauen entsteht für Henning Höne aber vor allem mit einem „Guten Tag“, einem Händedruck und dem direkten Austausch.
Genau darum ging es am Aktionstag. Die Liberalen stellten den Menschen eine einfache Frage: „Wovon braucht Ihrer Meinung nach Nordrhein-Westfalen weniger, wovon eigentlich mehr?“ Damit sollten nicht nur eigene Positionen vermittelt, sondern vor allem Erfahrungen und Erwartungen aufgenommen werden.
Mehr als 1.200 Liberale im ganzen Land
Die Resonanz innerhalb und außerhalb der Partei war dabei groß. Der Europaabgeordnete der Freien Demokraten Moritz Körner berichtet nach dem Aktionstag von mehr als 1.200 Freien Demokraten, die in ganz Nordrhein-Westfalen unterwegs waren und das Ziel an 10.000 Haustüren zu klingeln mehr als übertroffen haben.
Schon zum Auftakt hatte Körner den politischen Schwerpunkt beschrieben: „Wir wollen weniger Bürokratie, mehr Freiheit und vor allem eine stärkere Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen.“
Nach dem Aktionstag zieht Körner eine positive Bilanz. Haustürwahlkampf sei besonders wertvoll, „weil wir neues Vertrauen gewinnen können für die FDP“. In den Gesprächen sei es darum gegangen, wo Nordrhein-Westfalen mehr brauche und wo weniger. Daraus seien „ganz, ganz viele gute Gespräche“ entstanden.
Zuhören gehört zum Neustart
Auch Henning Höne verbindet den Aktionstag mit einer Veränderung der politischen Arbeit. „Haustürwahlkampf, das ist ein echter Kulturwandel für die neue FDP“, sagt der NRW-Landesvorsitzende. Entscheidend sei, „gezeilt den Dialog“ zu suchen.
Dabei ging es nicht nur darum, bestehende Positionen zu erklären. Höne berichtet, dass in den Gesprächen unter anderem die bessere Unterstützung von Familien und die Frage angesprochen wurden, wie sich Leistung wieder stärker lohnen kann. Diese Gedanken sollen nun auch ihren Widerhall in der weiteren politischen Arbeit der Freien Demokraten finden.
Damit folgt der Aktionstag einem einfachen Prinzip: Politik beginnt nicht mit fertigen Antworten, sondern damit, zuzuhören. Wer wissen will, was die Menschen beschäftigt, muss dorthin gehen, wo sie leben und mit ihnen das Gespräch suchen.
Wir legen gerade erst los
Dass sich so viele Mitglieder an diesem Tag beteiligt haben, wertet Höne als starkes Zeichen für die kommenden Monate. Dass das ursprünglich gesetzte Ziel von 10.000 Haustüren deutlich übertroffen wurde, unterstreicht dies zudem. Sein Dank richtete sich deshalb unmittelbar an die zahlreichen Helferinnen und Helfer: „Danke, danke, danke für dieses großartige Engagement.“
Für Höne steht der Aktionstag zugleich am Anfang eines längeren Weges. „Die FDP NRW kämpft fürs Comeback und das ist nur möglich, weil so viele heute mitgemacht haben“, sagt er. Und macht zugleich klar: „Wir legen gerade erst los, der Wahlkampf, der eigentliche, der kommt noch.“
Auch Körner verbindet den Tag mit diesem Blick nach vorn. „Die FDP ist lebendig und sie hat Bock auf ein Comeback“, sagt er. Bis zur Landtagswahl am 25. April wollen die Freien Demokraten diesen Weg weitergehen.
Das Comeback beginnt im Gespräch
Mehr als 1.200 Freie Demokraten, Tausende Haustüren und vor allem viele direkte Gespräche: Der Aktionstag zeigt, wie die FDP Nordrhein-Westfalen ihren Weg zur Landtagswahl gestalten will.
Nicht nur senden, sondern zuhören. Nicht nur über Vertrauen sprechen, sondern es im persönlichen Kontakt neu gewinnen. Und politische Antworten nicht am Alltag der Menschen vorbei entwickeln, sondern ihre Erfahrungen in die eigene Arbeit aufnehmen.
Für die FDP NRW war der 10. Oktober deshalb nicht der Abschluss einer Aktion, sondern der Auftakt für die kommenden Monate. Oder, wie Henning Höne sagt: „Wir legen gerade erst los.“