Halle: Wir müssen an die Wurzeln des Hasses

Anschlag in Halle
Unsere Gedanken sind jetzt bei den Opfern und Angehörigen und allen jüdischen Mitbürgern.
09.10.2019

Am jüdischen Versöhnungstag Jom Kippur sind in Halle bei einem Terroranschlag auf eine Synagoge und einen Döner-Imbiss zwei Menschen getötet, zwei weitere schwer verletzt worden. Die Freien Demokraten sind erschüttert von diesem antisemitisch und rassistisch motivierten Angriff. Ihre Gedanken sind jetzt bei den Opfern und Angehörigen. FDP-Chef Christian Lindner zeigte sich bestürzt. "In Wahrheit galt der Angriff uns allen, denn die Friedfertigkeit und Offenheit unserer Gesellschaft wird so zerstört", schrieb er auf Twitter. Zu möglichen Konsequenzen aus dem Anschlag erklärte FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg: "Neben der Frage nach besseren Sicherheitskonzepten müssen wir uns dabei stärker denn je der Aufgabe widmen, menschenverachtende Ideologie, Hetze, Propaganda und Indoktrination in unserer Gesellschaft und auch im Internet zu bekämpfen. Wir müssen an die Wurzeln des Hasses."

Auch für Marcus Faber als Vertreter der FDP im Präsidium der Deutsch-Israelischen Gesellschaft ist dieses Verbrechen schwer zu ertragen: "Der Anschlag mit Maschinenpistolen und Handgranaten ist ein schweres Attentat auf unsere offene und freie Gesellschaft." Für Alexander Graf Lambsdorff ist dieser niederträchtige Anschlag auf die Synagoge von Halle am Versöhnungstag Yom Kippur einfach fürchterlich: "Gut, dass die Sicherheitsvorrichtungen wohl gehalten haben. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und den Beamten der Polizei." Der Antisemitismus zeige seine "hässliche Fratze", twitterte FDP-Politikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

Faber sieht grundsätzlich die Entwicklung des Antisemitismus in Deutschland mit großer Sorge. Dem müsse man gemeinsam entschieden entgegentreten. Zunehmend stellt Faber im Austausch mit anderen Abgeordneten der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe des Deutsche Bundestages fest: "Leider ist Offenheit und Toleranz keine Selbstverständlichkeit mehr. Es ist nun wichtig, dass wir gemeinsam als Bürger einer toleranten Gesellschaft gegen diesen Hass zusammenstehen."

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