Bedenken und Kritik an "Wokeness", Gender-Themen, oder einer als zu progressiv empfundenen Gesellschaft.
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Bedenken und Kritik an "Wokeness", Gender-Themen, oder einer als zu progressiv empfundenen Gesellschaft.
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Die FDP muss Gendering ablehnen. Der Fokus der Politik darf nicht auf Randgruppen und Randthemen der Gesellschaft sein, wie es bei der Ampelregierung wahrgenommen wurde.
Die extrem kostspieligen Programme zur Förderung von NGOs müssen beendet werden. Politik sollte wieder von den Parteien selbst gemacht werden, nicht von Vorfeld-Organisationen, deren Zusammenspiel mit dem Staat verschleiert ist.
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Wokeness hat seine ideologischen Wurzeln im Kulturmarxismus, d. h. einer antiliberalen Philosophie. Die FDP tut gut daran, sich von allen ideologischen Anklängen an woke Themen zu befreien. Der Liberale setzt das Individuum an erste Stelle, nicht Gruppenidentitäten und ihren jeweiligen Opferstatus.
Daher muss auch das sogenannte "Selbstbestimmungsgesetz" rückgängig gemacht werden. Männer dürfen sich in einer liberalen Ordnung freilich als Frauen fühlen und Frauen als Männer, aber sie dürfen keinen Rechtsanspruch unter Androhung von Strafe darauf haben, im Rechtsverkehr oder Alltag als solche behandelt zu werden.
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Konsequente Ablehnung des Gendern, da hierdurch keine Gleichberechtigung geschaffen wird und gendern absolut sinnlos ist.
Abschaffung der jährlichen Möglichkeit das Geschlecht zu wechseln. Dieses sollte einmal möglich sein.
Sollte es dann wieder geändert werden, dann müssen damit erhebliche Hürde einher gehen.Gleichzeitig fördern wir die Ehe gleichgeschlechtlicher Paare, auch bei Adoption einen Kindes. Hier darf es keinen Unterschied mehr zur Ehe/Partnerschaft heterosexueller Paare geben.
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Eigentumsrecht vor Antidiskriminierung: Das Selbstbestimmungsrecht darf das Hausrecht von Eigentümern nicht aushebeln. Unternehmen, deren Geschäftsidee auf Geschlechtertrennung basiert, darf die Existenzgrundlage nicht durch Transsexualität gefährdet werden. Beispiel: Ein Fitnessstudio für Frauen darf Personen, die biologisch als Mann geboren wurden, den Zugang verweigern ohne mit juristischen Gegenmaßnahmen rechnen zu müssen.
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Identitätspolitik oder mit Wokeness in Verbindung stehende Themen sollten an Hochschulen an isolierten Fachbereichen, nicht in allen Fachbereichen mit jeweils zuständigen Personen schwerpunktmäßig betrieben werden. Wokeness und Genderismus sind generell keine Wissenschaft und sollten somit auch nicht das exklusive Recht besitzen, sich in allen Fachbereich anzusiedeln.
Verwaltungen und Kommunen sollten alle Anliegen, die mit dem Themenkomplex zusammenhängen, an eine zentrale Landes- oder Bundesstelle abgeben, so dass sie nicht zu Ideologiemaschinen werden, die ihre eigentlichen Aufgaben vernachlässigen, weil sie sich mit Problemfeldern beschäftigen müssen, die sie unnötig ablenken und nicht zu ihrem Kerngeschäft gehören. Eine bzw. eine überschaubare Anzahl dieser Stellen könnte personell so ausgestattet sein, dass die zu erwartende Anzahl legitimer Fälle bearbeitet werden kann. Eine solche Stelle müsste zudem Fälle ablehnen können. -
Das Gendern sehe ich als eine von linksgerichteten Parteien geführten Kampagne der Umerziehung der Bevölkerung. Die FDP sollte sich daher weder für noch gegen das Gendern aussprechen. Sowohl öffentlich als auch intern, wo es bei dem ein oder anderen Styleguide gefordert wird. Wer diesen Schmarren machen will, soll's tun. Wer's nicht tun will, soll dazu aber auch nicht verpflichtet werden.
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Liberales Mainfest als Ideologische Abgrenzung gegen die Identitätspolitik
Liberales Manifest
Das emanzipierte Individuum als freiheitliches Gegenmodell
zur identitätspolitischen WeltdeutungAusgangspunkt
Der Mensch ist ein freies, denkendes und handelndes Wesen. Er besitzt Vernunft, Würde und die Fähigkeit,
sein Leben selbst zu gestalten. Gesellschaften sollen Bedingungen schaffen, in denen dieses selbstbestimmte
Leben möglich wird ‒ nicht Ersatz dafür bieten. Freiheit bedeutet, sich der eigenen Verantwortung zu stellen,
nicht sie an Strukturen oder Kollektive abzugeben.Das Prinzip der Verantwortung
Der Humanismus vertraut darauf, dass der Mensch fähig ist, aus Einsicht zu handeln.
Verantwortung ist unteilbar: Jeder trägt sie für sein Denken, sein Tun und sein Unterlassen. Wer sich
ausschließlich als Produkt der Umstände begreift, verzichtet auf die Möglichkeit, sich selbst zu verändern ‒
und überlässt die Gestaltung des Lebens äußeren Mächten.Freiheit und Verantwortung ‒ das Fundament des selbstbestimmten Menschen
Freiheit und Verantwortung bilden eine unauflösliche Einheit. Wer Freiheit entzieht, nimmt dem Menschen
die Würde der Entscheidung; wer Verantwortung nimmt, entmündigt ihn. Liberale Politik vertraut auf die
Mündigkeit des Einzelnen und schützt seine Freiheit im Vertrauen auf seine Verantwortungsfähigkeit.Gesellschaft als Rahmen, nicht als Vormund
Eine freie Gesellschaft schützt Rechte, schafft Chancen und wahrt Sicherheit. Sie ist kein
moralischer Erzieher, sondern eine Ordnung, die dem Einzelnen erlaubt, gut zu leben. Wo der Staat oder eine
Ideologie beginnen, Tugend zu verordnen, verliert die Freiheit ihren Sinn. Liberale Politik vertraut darauf,
dass Menschen ohne Zwang zu Vernunft und Mitmenschlichkeit fähig sind.Gleichheit als Gleichwertigkeit, nicht als Gleichmacherei
Alle Menschen besitzen die gleiche Würde und den gleichen Anspruch auf Rechtsschutz. Das bedeutet
jedoch nicht, dass alle Ergebnisse gleich sein müssen. Gerechtigkeit besteht in der Gleichheit vor dem Gesetz
‒ nicht in der politischen Herstellung von Gleichheit der Lebenswege. Unterschiedlichkeit ist kein Makel,
sondern Ausdruck menschlicher Freiheit.Gegen die Reduktion des Menschen
Identitätspolitische und kollektivistische Theorien neigen dazu, den Menschen auf
Gruppenzugehörigkeiten zu reduzieren: Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe. Der Humanismus
widerspricht: Jeder Mensch ist mehr als die Summe seiner Merkmale. Wer Gruppen moralisch über das
Individuum stellt, ersetzt Verantwortung durch Zugehörigkeit und Freiheit durch Rollen.Das Ziel
Eine Gesellschaft reift, wenn sie das selbstbestimmte Denken achtet. Der emanzipierte Mensch braucht keine
Vormünder ‒ weder in Gestalt von Ideologien noch staatlicher Pädagogik. Liberale Politik heißt: Freiheit,
Verantwortung, Bildung, Rechtsstaatlichkeit und gegenseitige Achtung.