Die Freien Demokraten in den Medien

Reformstillstand, Überregulierung und fehlende Führung prägen die Politik der Bundesregierung - im Bund wie in Europa. In Interviews, Gastbeiträgen und Stellungnahmen machen die Freien Demokraten deutlich, wo Deutschland und Europa den Mut zu Veränderung brauchen.

Zeitungen
Die Presseschau zeigt, welche Themen die Freien Demokraten in den letzten Wochen gesetzt haben.

Die politische Debatte in Deutschland und Europa ist geprägt von Stillstand, vertagten Entscheidungen und wachsender Unzufriedenheit. Während die schwarz-rote Bundesregierung zentrale Reformfragen aufschiebt und versucht, Probleme mit neuen Schulden zu lösen, melden sich die Freien Demokraten mit klaren Positionen, konkreten Konzepten und liberaler Haltung zu Wort. Ob Wirtschafts- und Sozialpolitik, Europa, Meinungsfreiheit oder Sicherheit: Die FDP widerspricht dem Status quo und formuliert einen politischen Gegenentwurf. Unsere aktuelle Presseschau zeigt, wie liberale Stimmen den Reformbedarf benennen – und, dass die Freien Demokraten weiterhin eine relevante und ernstzunehmende Alternative in der politischen Mitte sind.

Liberale Reformagenda gegen den Stillstand

In mehreren Interviews und öffentlichen Auftritten zeichnet FDP-Bundesvorsitzender Christian Dürr das Bild einer Partei, die sich bewusst als Reformkraft der politischen Mitte neu positioniert. Im Gespräch mit der „WELT am Sonntag“ sowie in einem Interview mit „web.de“ betont Dürr, dass Union, SPD und Grüne trotz unterschiedlicher Rhetorik am Status quo festhielten und damit eine wachsende Reformlücke hinterließen. Die FDP wolle diese Lücke schließen und wieder konsequent für wirtschaftliche Freiheit, Eigenverantwortung und strukturelle Erneuerung stehen. 

Ein starker Staat sei dort notwendig, wo Zukunft entschieden werde – insbesondere in der Bildung und bei einer geordneten Migration, nicht jedoch durch immer neue Eingriffe in Wirtschaft und Gesellschaft. Im Interview mit dem „Weser-Kurier“ ordnet Dürr das Scheitern der Ampelkoalition als Folge fehlender Reformbereitschaft von SPD und Grünen ein und kritisiert insbesondere das Ausbleiben einer echten Rentenreform. Die FDP sei die einzige Partei, die konsequent für eine gesetzliche Aktienrente eintrete, um Rentenniveau und Beitragssätze langfristig zu stabilisieren. Gleichzeitig warnt er vor industriepolitischen Fehlsteuerungen wie dem faktischen Festhalten am Verbrenner-Aus durch regulatorische Umwege, das Wettbewerbsfähigkeit gefährde und Innovation bremse. Im Interview der „FUNKE Mediengruppe“ vertieft Dürr diesen Reformanspruch und grenzt die FDP klar vom „Status-quo-Lager“ aus Union, SPD und Grünen ab. Er fordert eine Neuordnung der Migrationspolitik, bei der Arbeitsmigration erleichtert und Migration in die Sozialsysteme beendet wird. Sein Leitmotiv: Es müsse leichter sein, nach Deutschland zu kommen, um zu arbeiten, als um nicht zu arbeiten. 

Ergänzend unterstreicht Dürr in der „Stuttgarter Zeitung“ die zentrale Bedeutung der Bildungspolitik. Alle Kinder müssten vor der Einschulung ausreichende Deutschkenntnisse erwerben; hierfür fordert er verbindliche Sprachtests zwei Jahre vor Schulbeginn und verpflichtende Förderung. Im Vorfeld des Dreikönigstreffens kritisiert Dürr zudem die schwarz-rote Bundesregierung scharf und spricht von einer Wirtschaft, die „nach Freiheit schreit“.

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Reformbereitschaft endet nicht an nationalen Grenzen

Dass Reformbereitschaft nicht an nationalen Grenzen endet, macht FDP-Präsidiumsmitglied und baden-württembergischer Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke in einem Gastbeitrag für „Cicero online“ deutlich. Rülke warnt vor einem schleichenden Scheitern der Europäischen Union durch Selbstblockade, Überregulierung und fehlende politische Führung. Entscheidungen würden vertagt oder in bürokratischen Kompromissen erstickt: Vom Mercosur-Abkommen über das Verbrennerverbot bis zur Ukraine-Finanzierung. Statt parlamentarischer Gestaltungskraft habe sich eine immer mächtigere EU-Kommission etabliert, die mit einer Flut von Rechtsakten Wirtschaft und Mitgliedstaaten lähme. Seine Schlussfolgerung ist eindeutig: Europa braucht einen disruptiven Neustart. 

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Bürgerrechte dürfen nicht zum Spielball politischer Kampagnen werden

Dass liberale Reformpolitik untrennbar mit dem Schutz der Grundrechte verbunden ist, unterstreicht der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki in einer Kolumne für „Cicero online“. Am Beispiel der Debatte um „Hassrede“, Trusted Flagger und die nationale Umsetzung des Digital Services Act (DSA) warnt Kubicki vor gefährlichen Fehlentwicklungen für die Meinungsfreiheit. Begriffe wie HateAid oder DSA seien vielen Bürgern kaum bekannt, hätten jedoch massive Auswirkungen auf den digitalen Alltag und berührten das sensibelste Feld einer liberalen Demokratie. Denn Meinungsfreiheit, so Kubicki, sei keine verhandelbare Größe, sondern die Grundlage einer lebendigen Demokratie.

Europas Verantwortung in der Sicherheitspolitik

Wie groß der Reform- und Führungsbedarf Europas auch in der Außen- und Sicherheitspolitik ist, macht Marie-Agnes Strack-Zimmermann im Interview mit „radio eins“ deutlich. Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europäischen Parlament bewertet den jüngsten EU-Kompromiss zur Ukraine-Hilfe nüchtern: Zwar sei es positiv, dass die Ukraine mit einem zinslosen Kredit über 90 Milliarden Euro zunächst finanziell abgesichert werde, doch bleibe die Einigung weit hinter den ursprünglichen Ansprüchen zurück. Strack-Zimmermann kritisiert, dass Bundeskanzler Merz sich mit der Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte nicht durchsetzen konnte und Europa damit erneut seine begrenzte Durchsetzungsfähigkeit offenbare. Für Strack-Zimmermann ist klar: Ohne klare Haltung, echte Handlungsfähigkeit und den Willen, wirtschaftliche Eigeninteressen zurückzustellen, wird Europa weder der Verantwortung für die Ukraine gerecht noch seiner Rolle als sicherheitspolitischer Akteur auf der Weltbühne.

MERCOSUR als Test europäischer Handlungsfähigkeit

Mit Blick auf die anstehenden Entscheidungen zum Mercosur-Freihandelsabkommen mahnt die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende und Europaabgeordnete Svenja Hahn zu politischer Entschlossenheit. In einer Stellungnahme warnt sie davor, die historische Chance auf eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Lateinamerika zu verspielen. Ein Scheitern des Abkommens, so Hahn, würde Europa international blamieren, wirtschaftlich schwächen und geopolitisch weiter an Bedeutung verlieren – insbesondere vor dem Hintergrund einer sich verändernden US-Sicherheitsstrategie. Mercosur sei nicht nur ein handelspolitisches Projekt, sondern ein Signal europäischer Stärke und Souveränität. 

Glaubwürdigkeit statt Politiktheater

Im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ positioniert sich FDP-Generalsekretärin Nicole Büttner deutlich als Vertreterin eines glaubwürdigen, reformorientierten Liberalismus jenseits kurzfristiger Machtlogik. Sie kritisiert scharf das Rentenpaket der Bundesregierung und wirft insbesondere der Union vor, aus machttaktischen Gründen zentrale finanz- und generationenpolitische Überzeugungen aufgegeben zu haben. Die Freien Demokraten haben sich bewusst gegen Politik entschieden, die strukturelle Probleme lediglich mit neuen Schulden überdecke, und stehe weiterhin für tragfähige Alternativen wie die Aktienrente. Zugleich unterstreicht Büttner im Interview mit dem „Tagesspiegel“, dass politisches Vertrauen nicht durch kurzfristige Kommunikationsformate oder Social-Media-Kampagnen zurückzugewinnen sei. Über beide Interviews hinweg wird deutlich, dass Büttner steht für einen Neuaufbau der Freien Demokraten, der auf inhaltliche Klarheit, generationengerechte Reformen und politische Ernsthaftigkeit setzt und damit bewusst einen Gegenentwurf zur aktuellen Bundesregierung und zu einem zunehmend entkernten Parteienwettbewerb formuliert.

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Pragmatischer Liberalismus aus Rheinland-Pfalz

Dass liberale Politik nicht nur Forderung, sondern auch erfolgreiche Praxis sein kann, zeigt die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin und FDP-Spitzenkandidatin zur Landtagswahl, Daniela Schmitt, in einem Gastkommentar für den „Focus“. Unter dem Titel „Vom rheinland-pfälzischen Liberalismus kann auch die Bundes-FDP profitieren“ beschreibt Schmitt, wie pragmatische, wirtschaftsfreundliche Politik konkrete Verbesserungen ermöglicht. Von Unternehmensansiedlungen über schnellere Verwaltungsverfahren bis hin zu besseren Rahmenbedingungen für Wachstum und Beschäftigung. Ohne ideologische Zuspitzung macht sie deutlich, dass Liberalismus dort überzeugt, wo er Probleme löst und Chancen eröffnet. Rheinland-Pfalz stehe beispielhaft für einen Ansatz, der Freiheit mit Verantwortung verbindet und wirtschaftliche Dynamik nicht behindert, sondern ermöglicht. Schmitt leitet daraus einen klaren Anspruch für die Bundes-FDP ab: Liberale Politik müsse wieder stärker zeigen, was sie konkret bewirken kann, durch Verlässlichkeit, Reformbereitschaft und einen Staat, der ermöglicht statt bremst.

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Mit dem Mut zu echten Reformen

Die Freien Demokraten ziehen sich nicht aus der politischen Verantwortung zurück, sondern schärfen ihr Profil als Reformpartei in der Mitte. Ob bei Rente, Arbeitsmarkt, Freihandel, digitaler Regulierung oder der Unterstützung der Ukraine, liberale Politik setzt auf Freiheit, Verantwortung und Zukunftsfähigkeit statt auf kurzfristige Kompromisse. Gegen Schuldenpolitik ohne Strukturreformen, gegen europäische Selbstblockade, gegen Eingriffe in die Meinungsfreiheit und gegen sicherheitspolitische Halbherzigkeit formuliert die FDP klare Alternativen. In einer Zeit, in der viele Parteien den Status quo verwalten, halten die Freien Demokraten an ihrem Anspruch fest, Politik nicht nach dem Prinzip des geringsten Widerstands zu machen, sondern mit dem Mut zu echten Reformen.