Klimaschutz global: Kooperation vertiefen, Abhängigkeiten verringern
ID: 09-6
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Klimaschutz ist eine globale Herausforderung, die Zusammenarbeit, Verantwortung und Strategie erfordert. Politik muss internationale Partnerschaften stärken und zugleich die eigene Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit sichern.
Kooperation vertiefen heißt internationale Abkommen, Forschungspartnerschaften und gemeinsame Technologien aktiv voranzutreiben. Nur gemeinsam lassen sich Emissionen wirksam reduzieren und Innovationen skalieren.
Abhängigkeiten verringern bedeutet nationale Versorgungssicherheit in Energie, Rohstoffen und Technologien zu sichern. Klimapolitik darf nicht zu einseitiger Abhängigkeit führen, sondern muss strategisch resilient gestaltet sein.
Die FDP steht für einen global wirksamen Klimaschutz: kooperativ, strategisch und technologieoffen – damit Umweltverantwortung, wirtschaftliche Stabilität und Freiheit Hand in Hand gehen.
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Konsequent fossile Energie ersetzen nach ökonomoschen Prinzipien und nicht nach planwirtschaftlichen Vorgaben. Der Gestehungspreis liegt zur Zeit bei ca. 5cent/kw. Hybride Nutzung von Sonne und Wind senkt Stromkosten entscheidend. Es bleiben Energielücken zu schließen von plus/minus 15%. Die Möglichkeiten von Wasserstoff, Batteriespeichern und die Möglichkeiten bei Dunkelflauten diese mit Photosyntheseprodukten zu schließen muß ökonomisch noch bewertet werden. Diese 15% kosten ca das 2 bis 3fache.
Bei Photosyntesprodukte haben lagerfähige Produkte und zeitweise leicht zuschaltbare Anlagen Kostenvorteile.
Ebenso Koppelprodukte und für die menschliche Ernärung nicht direkt verwendbare ebenso. -
Wir wollen kulturelle Infrastruktur unter nachhaltigen Gesichtspunkten sanieren. Ein best practise Programm soll als Austauschplattform (auf europäischer Ebene) innovative Lösungen verfügbar machen.
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Die bisherigen Ergebnisse der 30 COP Klimakonferenzen sind völlig unzureichend. Übereinstimmung herrscht jedoch weltweit darin, dass der Ausstoß des Klimagases CO2 mit Kosten verbunden sein soll. Der dafür geplante Handel mit Zertifikaten wurde bisher leider nicht weltweit eingeführt.
Die vom Nobelpreisträger William Nordhaus vorgeschlagene Gründung eines Klubs der größten Klimasünder, die dann einen gemeinsamen Zertifikatshandel betreiben, kam bisher nicht zustande. Es ist für Deutschland von großem wirtschaftlichen Nachteil, dass in Ländern wie China, USA, Indien, Sowjetunion, Indonesien und Brasilien, die zusammen weltweit jährlich fast 60% des Klimagases CO2 ausstoßen, den Unternehmen dafür keine Kosten entstehen. Die deutsche Wirtschaft hingegen, mit einem Anteil von lediglich 1,3% am weltweiten CO2-Ausstoß, wird durch die Einbindung in den europäischen Zertifikatshandel mit erheblichen Mehrkosten belastet.
Die FDP müsste daher vorrangig darauf dringen, dass der europäische Zertifikatshandel solange ausgesetzt wird, bis mit den größten Klimaverschmutzern ein gemeinsames Vorgehen vereinbart ist.