Alkoholverbot trifft die Falschen
Nach einem gewalttätigen Übergriff auf einen Bahnmitarbeiter will die Deutsche Bahn jetzt Alkohol an Bahnhöfen pauschal verbieten. FDP-Präsidiumsmitglied Lydia Hüskens warnt: Das trifft die Falschen.
Auslöser der neuen Verbotsdebatte war ein Vorfall in einem Regionalzug, bei dem ein Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn nach bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft bei einer Ticketkontrolle von einem Fahrgast angegriffen wurde. Die Deutsche Bahn reagiert darauf nun mit dem Plan, den Alkoholkonsum an rund 5.400 Bahnhöfen in Deutschland grundsätzlich zu verbieten. Für Lydia Hüskens, FDP-Spitzenkandidatin zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und Infrastrukturministerin des Landes, ist klar: „Ein pauschales Alkoholverbot löst kein einziges Sicherheitsproblem. Es bestraft nur die Falschen.“
Fahrgäste unter Generalverdacht
„Wer nach dem Stadtfest, dem Feierabend oder dem Vereinsjubiläum entspannt mit der Bahn nach Hause fährt, ist nicht das Problem“, unterstreicht Hüskens. Sie fordert die Deutsche Bahn auf, „statt Millionen unbescholtener Fahrgäste unter Generalverdacht zu stellen“, durch mehr Personal und sichtbare Präsenz für mehr Sicherheit zu sorgen.
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