Drei Stimmen für die Freiheit

Henning Höne, Svenja Hahn und Linda Teuteberg werben für Zusammenhalt, Gestaltungswillen und ein klares Bekenntnis zur Freiheit als Leitidee liberaler Politik.

BPT 2026 Stellvertreter
Die neuen stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Freien Demokraten: Henning Höne, Svenja Hahn und Linda Teuteberg.

Es sind unterschiedliche Akzente, die Henning Höne, Svenja Hahn und Linda Teuteberg setzen. Doch auf dem 77. Ordentlichen Bundesparteitag der Freien Demokraten führen sie zu einer gemeinsamen Frage: Wie behauptet sich der Liberalismus in einer Zeit, in der Freiheit unter Druck steht und die Welt sich mit wachsender Geschwindigkeit verändert? 

Die Delegierten wählten Höne, Hahn und Teuteberg zu stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Freien Demokraten. In ihren Reden werben sie für Zusammenhalt, Gestaltungswillen und ein selbstbewusstes Verständnis von Freiheit. 

Der Liberalismus braucht ein gemeinsames Fundament

Henning Höne richtet den Blick zunächst nach innen. Nicht die Karriere Einzelner, sagt er, steht im Mittelpunkt, sondern „die politische Heimat des Liberalismus in Deutschland“. Die entscheidende Frage sei die Zukunft der Freien Demokraten. 

Für ein Comeback des Liberalismus, so seine Überzeugung, brauche es ein gemeinsames Fundament. Gräben müssten zugeschüttet werden, nicht vertieft. Die Unterschiede innerhalb der Partei seien nicht das eigentliche Problem. „Unsere Unterschiede sind nicht die Gegner“, sagte Höne. „Die Gegner sind die Feinde der Freiheit.“ 

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Europa muss wieder gestalten

Svenja Hahn richtet den Blick dagegen weit über Deutschland hinaus. Die Welt verändere sich rasant, sagt sie und Liberale müssten wieder den Anspruch entwickeln, diese Veränderungen aktiv zu gestalten. „Ich weigere mich zuzusehen, wie andere über unsere Zukunft entscheiden.“ 

Ihre Analyse ist geprägt von den globalen Machtverschiebungen der Gegenwart. China baue seinen Einfluss aus, die Vereinigten Staaten schaffen täglich geopolitische Tatsachen. Europa dürfe sich deshalb nicht mit sich selbst beschäftigen, sondern müssen den Anspruch entwickeln, wieder gestaltende Kraft zu sein. 

Wenn Freiheit unter Verdacht gerät

Linda Teuteberg wiederum rückt den Kern liberalen Denkens in den Mittelpunkt: Die Freiheit selbst. Sie beobachtet, dass der Begriff zunehmend infrage gestellt werde. „Die Freiheit ist unter Verdacht geraten“, sagt sie. Manche wollten sie als egoistisch diskreditieren, andere sie neu definieren. 

Dagegen verteidigt Teuteberg das klassische Freiheitsverständnis des Grundgesetzes. Freiheit bedeut das Fehlen von Bevormundung und die Möglichkeit, Entscheidungen nach den eigenen Überzeugungen und Vorlieben zu treffen. Gerade deshalb sei es wichtig, Versuchen zu widersprechen, den Begriff umzudeuten.