Drohnenabwehrschutz für alle Flughäfen

Am Flughafen Leipzig/Halle löst eine Drohne Alarm aus. Der Vorfall führt uns erneut vor Augen, dass wir nach wie vor immense Lücken zu schließen haben. „Die Bundesregierung muss endlich entschlossen handeln", fordert FDP-Generalsekretär Martin Hagen.

Drohnenabwehr
Nach dem Fund einer Drohne mit einer Sprengvorrichtung am Flughafen Leipzig/Halle fordert die FDP einen Ausbau der Drohnenabwehr.

Dienstagabend war auf dem Flughafen Leipzig/Halle eine Drohne entdeckt worden, die mit einer Sprengvorrichtung versehen war. Bundesinnenminister Dobrindt spricht von einem „hybriden Anschlagsszenario“. FDP-Generalsekretär Martin Hagen fordert ein entschiedenes Handeln der Bundesregierung zum besseren Schutz der deutschen Flughäfen. „Das Zuständigkeitsgerangel der Drohnenabwehr muss endlich rechtssicher beendet werden“, sagte er der dpa. An allen Flughäfen müssten Drohnenabwehrsysteme zur Pflicht und bei jeder Landes- und der Bundespolizei Einheiten zur Drohnenabwehr zum Standard gemacht werden.

„Wer einen der wichtigsten Frachtflughäfen Europas lahmlegt, trifft die Sicherheit aller“, sagt Lydia Hüskens. So müsse etwa die Ausstattung der Polizei bei der Detektions- und Abwehrtechnik verbessert werden, so die FDP-Spitzenkandidatin und Ministerin für Infrastruktur und Digitales in Sachsen-Anhalt. Das Land habe bereits Mittel für eine bessere Abwehr von Drohnen eingeplant. Diese Anstrengungen müssten jedoch ausgeweitet werden.

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Sicherheit entsteht nicht durch Zuständigkeitsdebatten

Es sei wichtig, dass Bund und Länder gemeinsam handelten. „Sicherheit entsteht nicht durch Zuständigkeitsdebatten, sondern dadurch, dass jeder seinen Teil erledigt“, sagte sie. „Sachsen-Anhalt muss hier vorangehen.“

„Bereits die Zwischenfälle mit Klimaaktivisten, denen es gelang, Rollbahnen zu betreten, haben in den vergangenen Jahren wiederholt die Sicherheitsmängel an deutschen Flughäfen aufgezeigt“, sagt der FDP-Generalsekretär. „Der Vorfall in Leipzig führt uns erneut vor Augen, dass wir nach wie vor immense Lücken zu schließen haben. Die Bundesregierung muss endlich entschlossen handeln.“

Das von Dobrindt geschaffene Drohnenabwehrzentrum reiche nicht aus, um der zunehmenden Gefahr durch Drohnen Herr zu werden. „Noch immer ist unsere kritische Infrastruktur gegen Extremisten, Terroristen und als Ziel hybrider Kriegführung schlicht nicht ausreichend geschützt“, kritisiert Hagen.

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