Reformen für eine bessere Zukunft für alle

Die Freien Demokraten stehen für Erneuerung, Reformen und Aufstieg durch Leistung. FDP-Bundesvorsitzender Christian Dürr macht klar: Die FDP ist zurück – mit klarer Kante gegen den Status quo.

Christian Dürr
FDP-Chef Christian Dürr: Es muss eine Partei in Deutschland geben, die den Mumm hat, in der Mitte des Parteienspektrums Unbequemes einzufordern

Nach einer Phase der inhaltlichen und organisatorischen Erneuerung richtet sich der Blick nach vorne: auf kommunale Verantwortung, anstehende Wahlen und die Rückkehr der FDP als Reformkraft in Deutschland. FDP-Chef Christian Dürr verortet sich im Interview mit dem „Main-Echo“ „im Zentrum meiner Partei“ – und beschreibt die FDP als politische Kraft, die unbequeme, aber notwendige Reformen anstößt. Sein Befund zur Lage des Landes ist eindeutig: „Das, was die Menschen aufregt, rasend macht und teilweise zu den Rändern treibt, ist der Stillstand im Land. Und die FDP verkörpert das Programm gegen den Stillstand in Deutschland.

Während die politische Konkurrenz am Status quo festhalte, stehe die FDP für Veränderung: für Meinungsfreiheit, wirtschaftliche Freiheit sowie innere und äußere Sicherheit. „Es muss eine Partei geben, die für Veränderung steht. Genau das ist die FDP“, so Dürr.

Nach der Bundestagswahl 2025 habe die Partei bewusst innegehalten und sich erneuert. „Wir haben uns im vergangenen Jahr eine Zeit der Erneuerung verordnet“, erklärt der FDP-Chef. Ziel sei es, aus Fehlern zu lernen und mit geschärftem Profil zurückzukehren: „2026 soll das Jahr werden, in dem wir eine Partei präsentieren, die die Reformkraft in Deutschland ist.“

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FDP mit Mut zur Mitte

Dürr ist überzeugt: Die FDP wird gebraucht – als liberale Kraft der Mitte. „Es muss eine Partei in Deutschland geben, die den Mumm hat, in der Mitte des Parteienspektrums Unbequemes einzufordern“, sagt er. Ob bei Bildung, Migration, Wirtschaft oder Technologie: Die Freien Demokraten stehen für klare Entscheidungen statt bequemem Stillstand.

Die Rückkehr in den Bundestag ist für ihr kein Selbstzweck. „Wenn wir künftig wieder in den Bundestag streben, ist das kein Selbstzweck, sondern es geht ums Land.“ Genau darin liegt der Kern liberaler Politik: Verantwortung übernehmen – für Aufstieg, Freiheit und eine bessere Zukunft.

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Aufstiegsversprechen: Leistung muss sich wieder lohnen

Ein zentrales Thema für die FDP ist das Aufstiegsversprechen der sozialen Marktwirtschaft. Für Dürr steht fest: Viele Familien erleben, dass sich Leistung in Deutschland immer weniger lohnt. „Familien, die in Deutschland durchstarten wollen, müssen sich auch ein kleines Vermögen erarbeiten können.“

Der Staat greift den Menschen allerdings zu stark in die Tasche. Eigenheim, Rücklagen, private Vorsorge – all das werde durch hohe Abgaben erschwert. „Man kann sich heute kein Eigenheim mehr leisten, keine echten Rücklagen mehr bilden, weil der Staat alles wegnimmt. Das hat nichts mit sozialer Gerechtigkeit zu tun“, kritisiert Dürr. Mit einer Staatsquote von über 50 Prozent brauche es endlich einen Kurswechsel: weniger Bürokratie, mehr Freiheit für Menschen und Unternehmen.

Bildung als Schlüssel: Grundschulen stärken, Chancen sichern

Besonders deutlich wird Dürr beim Thema Bildung. Für ihn ist klar: Der Staat muss dort stark sein, wo es um Zukunftschancen geht. „Ich will einen starken Staat bei der Bildung- und Schulpolitik. Und da ist er schwach. Dabei wäre das Gegenteil richtig: Schwach zu sein bei überflüssiger Bürokratie und stark bei der Bildung.“

Die FDP setzt hier einen klaren Schwerpunkt auf die Grundschulen. Kinder müssten von Anfang an die gleichen Startbedingungen haben. „Ich will, dass wir uns in Deutschland flächendeckend auf die Grundschule konzentrieren“, sagt Dürr – und kündigt konkrete Investitionen an: „Ich will, dass wir unsere Ausgaben für die Grundschulen in Deutschland verdoppeln, damit jedes Kind die gleichen Startbedingungen hat.“

Dieser Linie entspricht auch der Beschluss des Bundesvorstands „Startklar fürs Leben – Grundschulen stärken“. Darin macht die FDP deutlich: Gute Bildung beginnt in der Grundschule. Sprachförderung, kleinere Lerngruppen, mehr Ressourcen und gezielte Unterstützung sind entscheidend, damit Kinder unabhängig von Herkunft oder Elternhaus erfolgreich starten können. Frühzeitige Förderung ist für die FDP kein Nice-to-have, sondern eine Voraussetzung für Aufstieg durch Bildung.

Vor Ort zeigen, wofür die FDP steht

Mit Blick auf die anstehenden Wahlen – von Kommunalwahlen in Bayern und Hessen bis zu den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg – unterstreicht Dürr die Bedeutung der kommunalen Ebene. „Die Kommunalpolitik ist die Basis von allem, auch vom Wohlstand in Deutschland“, sagt er. Vor Ort zeige sich, ob Politik funktioniere, ob Unternehmen sich ansiedeln können und ob Bürger Vertrauen in den Staat haben.

Gerade in Zeiten, in denen Extremisten Zulauf erhalten, brauche es glaubwürdige Persönlichkeiten und konkrete Lösungen. Die FDP setze hier auf Durchsetzungswillen, Technologieoffenheit und weniger staatliche Gängelung. „Weg von den Verboten, weg von der Überregulierung. Da ist die FDP glasklar.“